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Ammendorf sieht das Spiel um die „Goldene Ananas“?

29. Speltag: BSV Halle-Ammendorf - 1.FC Lok Stendal 1:4 (0:0)

Klares NEIN, ganz im Gegensatz zur Spielüberschrift sahen beide Trainer eine andere Aufgabe für ihre Mannschaften. Ammendorf wollte oben bleiben und die letzte Chance zum Staffelsieg nutzen, Stendal nach Möglichkeit, unter Mithilfe der Konkurrenten, noch weiter nach oben kommen. Also war die Zielstellung: SIEG, aber nicht um jeden Preis. Sven Körner und seine Mannen wussten um die Gefährlichkeit ihres Gegners und um die Zuverlässigkeit der Abwehr. Und voll auf die Offensive setzen war auch nicht unbedingt geboten, zumal einige der Stendaler Stürmer erst mal wieder in die Gänge kommen mussten. Durch die Verletzung von Gebauer und der noch nicht vollen Einsatzbereitschaft von Marcel Werner rückte Kühn auf die rechte Abwehrseite, Buschke und Nellessen waren offensiv aufgestellt. Im Stadion der Waggonbauer wird geklotzt, nicht gekleckert. Dies war und ist die Devise der Ammendorfer. Dies wollten sie auch in ihrem letzten Heimspiel unter Beweis stellen.
Die Waggonbauer begannen auch wie die Feuerwehr, in ihrer gewohnten Spielweise. Lange Diagonalpässe wechselten sich mit intelligentem Kurpassspiel ab. So auch die erste Chance in der 6. Minute, Kominek wird in der Spitze in Szene gesetzt, Giebichenstein kann in höchster Not retten. Und es ging so weiter. In der 12. Und 22. Minute zwei weitere Großchancen für den Gastgeber. Erst lenkt Giebichenstein einen Ball an die Latte, anschließend rettet er zweimal gegen Siegel. In der 22. Minute haben plötzlich fast alle Stürmer des Gastgebers die Möglichkeit, den Ball über die Linie zu bugsieren, aber der Stendaler Keeper hält seinen Kasten sauber. Gleich im Gegenzug hat Buschke die Möglichkeit, seine Farben in Führung zu bringen. Sein Ball streicht rechts am Pfosten vorbei, das wäre es gewesen. Lok wird stärker, die Möglichkeiten für den Gastgeber geringer. Konzentrationsmängel und Ungenauigkeiten im Zuspiel schleichen sich ein, Stendal dreht auf. So kommen Kühn und Berlin noch zu zwei Großchancen vor der Halbzeit.
In der zweiten Hälfte können die 132 Zuschauer, davon ca. 20 aus Stendal, erleben, warum Lok die zweitbeste Rückrundenmannschaft ist. Durch die Einwechslung von Werner, Schubert und Instenberg rückten weiter vor, erhöhte Lok weiter den Druck. Innerhalb von zehn Minuten zerlegten sie die beste Abwehr der Liga und zeigten ihnen ihre Grenzen auf. Erst legt Nellessen gekonnt vor dem Strafraum auf Buschke auf, der dreht sich kurz und der Ball landet im kurzen Eck (55.). Danach ein umgekehrtes Bild. Diesmal ist es Buschke, der Nellessen kurz vor dem Strafraum in Szene setzt, 2:0 ( 58.) .Komplettiert werden diese 10 Minuten durch Instenberg in der 64. Minute, der frei aufs Tor zugeht und eiskalt verwandelt.
Danach zwei Chancen für Zorn, die aber nichts bringen. Anders in der 75. Minute, Cramer kann aus sechs Metern frei einköpfen und erwischt Giebichenstein dabei auch noch auf dem falschen Fuß. Das vierte Tor markiert dann noch „Elke“ Sommermeyer in seinem letzten Auswärtsspiel für Lok mit einem Nachschuss aus halbrechter Position, nachdem der Ammendorfer Keeper einen Ball von Schubert nur abwehren konnte.
Lutz Schülbe, Trainer der Ammendorfer, der vor dem Spiel einen Sieg seiner Mannen prognostiziert hatte - was sonst - gratulierte Lok zu der Leistung, bemängelte aber auch die Chancenverwertung seines Teams in den ersten 25 Minuten der Begegnung. "Stendal hat uns vorgemacht, wie man modernen Angriffsfußball praktiziert."

Tore:
0:1 Buschke(55.), 0:2 Nellessen(58.), 0:3 Instenberg(64.), 1:3 Cramer(75.), 1:4 Sommermeyer(83.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Kühn, Mahrhold, Sommermeyer, Groß, Schubert, Instenberg, Berlin(88. Liebisch), Gödecke(38. Werner), Buschke, Nellessen(87. Salge)

Schiedsrichter: Frank Hildebrandt(Nebra)

Assistenten: Toni Winkler, Martin Krause

Zuschauer: 132