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Erster Treffer für Neuzugang Daniel Ujazdowski

19. Spieltag: FC Grün-Weiß Piesteritz - 1.FC Lok Stendal 2:2 (0:0)

von Wolfgang Klostermann
 
Nicht nur die mitgereisten Fans, auch Coach Sven Körner war gespannt, wie sich der dritte Neuzugang der Winterpause machen würde. Piesteritz, momentan im Mittelfeld der Verbandsliga platziert und gegenwärtig seit fünf Spielen ungeschlagen, fieberte dem Spiel gegen die Stendaler entgegen. Die 1:9 Klatsche aus dem Hinspiel im Hölzchen ist immer noch gegenwärtig und diese Schmach galt es zu tilgen. Der letzte Auswärtssieg gegen die nun nicht unbedingt schwachen Dessauer am letzten Wochenende kam zum Aufbau gerade recht und nun soll Stendal kommen, so die einstimmige Meinung der Piesteritzer.
Von Beginn an liefen auf dem gut präparierten Kunstrasenplatz fast alle zur Verfügung stehenden Spieler auf - dem Coach wäre es vergönnt gewesen, alle zur Wahl haben zu können, aber Werner, Gödecke, die Bredas etc. standen aus bekannten Gründen noch nicht zur Wahl.
Stendal trat mit der klaren Zielstellung an, an die Erfolge der letzten Spiele anzuknüpfen und den Versuch, den Abstand zur Spitze zu verringern, beizubehalten. Nellessen sollte heute mehr aus der Mitte kommen, Ujazdowski mehr auf der linken Seite Unruhe verbreiten.
Die ersten Möglichkeiten, vier an der Anzahl, hatte jedoch die Heimmannschaft. Schnelle Konter in die Mitte stellte die Stendaler Abwehr vor Probleme und Giebichenstein musste Kopf und Kragen riskieren, um seinen Kasten sauber zu halten. Lok fand in der ersten Hälfte keine Mittel, um die Heimabwehr zu knacken. Lediglich ein Freistoß von Ujazdowski brachte in der 40. Minute Gefahr für die Piesteritzer.
Die zweite Halbzeit sah dann eine stärkere Gästemannschaft, man spielte schneller und direkter. Die erste Chance hatte jedoch in der 47. Minute der Gastgeber. Müllers Schuss wurde durch Groß entschärft. Die 66. Minute sah endlich einen erfolgreichen Angriff der Gäste. Erdmann wird in Mittelstürmerposition durch eine Kopfballverlängerung von Nellessen angespielt, kann den Ball annehmen und trifft ins lange Eck. Zwei Minuten später geht Nellessen aus halblinker Position auf und davon, dringt in den Strafraum ein, spielt den Ball am herausstürzenden Kleinschmidt vorbei und wird von diesem dann rüde von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter gibt Strafstoß und Gelb, nicht Rot entsprechend der geltenden Regeln. Phillipp Groß tritt an, der Torwart springt in seine linke Ecke und zum Entsetzen aller schlägt Philipp den Ball dort auch hin. Dass wärs' gewesen.
Dann zwei Tore für den Gastgeber, an dem die Stendaler Abwehr, die diesen Namen in diesem Fall nicht verdiente, nicht ganz schuldlos war. Individuelle Schnitzer gaben Freihube in der 73. Minute und Prüfer in der 77. Minute die Chance zu treffen und sie taten es - Piesteritz führte 2:1. Stendal gab sich nicht auf und erhöhte nochmals den Druck. Ujazdowski war es dann, der mit seinem ersten Tor für Lok aus Mittelstürmerposition traf. Eine weitere Möglichkeit hatte dann noch Sommermeyer in der 88. Minute und auch ein indirekter Freistoß aus 10 Meter Entfernung in der Nachspielzeit änderte nichts mehr am Ergebnis.

Fazit: Piesteritz konnte sich nicht revanchieren, aber zumindest rehabilitieren. Sven Körner meinte, dass seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit nicht konzentriert genug agiert habe und solche Fehler, die zu den Gegentoren führten, nicht hätten passieren dürfen. Zur Schiedsrichterleistung in Bezug auf den Gästekeeper gab er keinen Kommentar ab.

Tore: 0:1 Erdmann(65.), 1:1 Freihube(72.), 2:1 Prüfer(77.), 2:2 Ujazdowski(80.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, Mahrhold, Groß, Schubert, Sommermeyer, Kühn, Ujazdowski, Erdmann(79. Berlin), Nellessen

Schiedsrichter: Frank Hildebrandt(Nebra)

Assistenten: Toni Winkler, Dirk Meißner

Zuschauer: 112

Das Video zum Spiel findet ihr HIER