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Geglückte Revanche!

Nie gefährdeter Sieg gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt

22. Spieltag: 1. FC Lok Stendal - Magdeburger SV Börde 4:1 (3:0)

von Dirk Schultz

Zufriedene Gesichter gab es nach 90 Minuten im Stadion und auf dem Rasen. Die Lokisten hatten sich fest
vorgenommen, die Pleite aus der Hinrunde zu egalisieren. Das ist auch in jeder Hinsicht gelungen.
Der Gastgeber übernahm mit dem Anpfiff die Initiative, setzte die deutlicheren Akzente. Es sprang nur nichts Zählbares heraus. Und so hätte das Spiel ab der 13. Minute einen ganz anderen Verlauf nehmen können. Marcel Werner hatte den Ball vertändelt und der Magdeburger David Berlin marschiert allein auf unseren Torhüter zu. Jedoch ging sein Schuss nur an den linken Pfosten. Wären die Gäste hier in Führung gegangen, hätten sie sicher in der eigenen Abwehr Beton angerührt. So aber kam es nach 19 Minuten zur verdienten Führung unserer Lok. Maskenmann Hannibal schlug das erste Mal gnadenlos zu. Aus knapp 20 Metern nahm er einen Ball volley und hämmerte die Kugel mit sattem Schuss in das linke Eck, da wäre jeder Torhüter machtlos gewesen. Knapp drei Minuten später wird die Abwehr überlupft, Nellesen ist am Torhüter schon vorbei, wartet dann aber leider zu lange mit dem Abschluss. Und so geht der Ball nicht in das leere Tor, sondern wird in höchster Not noch weggespitzelt. Nur fünf Minuten später kommt endlich mal eine gute Flanke in den Strafraum, Goalgetter Kühn steht goldrichtig und trifft mit platziertem Kopfball. Wieder keine Chance für Robert Leonhardt im Tor der Magdeburger. In der 27. Minute wiederholen sich dann die Ereignisse aus Minute 23. Pass in die Tiefe, Bene allein vor dem Torwart aber leider wieder nur zweiter Sieger. Der Ball kommt aber zu Gebauer, der den Ball nur noch in den Kasten schieben muss. 3:0 nach einer knappen halben Stunde, die Niederlage aus dem Herbst war schon vergessen. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.
Die 281 Zuschauer erlebten dann einen Beginn der zweiten Halbzeit, den sie sich gern erspart hätten. Die Magdeburger wollten das Spiel noch kippen, in der 50. Minute gelang das 1:3. Aus abseitsverdächtiger Person ging David Berlin wieder auf den Torhüter zu, machte alles richtig und schob, nachdem er Giebichenstein ausgetanzt hatte, die Kugel in das Tor. Abseits ist aber eben nur, wenn der Schiedsrichter auch pfeift. Die Stendaler gaben noch weitere Spielanteile ab, hatten den Spielfaden aus den ersten 45 Minuten verloren. In der ersten Halbzeit waren die Angriffe über die rechte Seite eine Waffe, nichts davon war mehr zu sehen. Die Eckbälle wurden viel zu flach getreten. Ein Standard musste wieder Ruhe bringen. In der 73. Minute die zweite Tat von (Hannibal) Ujazdowski: er legt sich den Ball bei einem Freistoss aus 20 Metern hin und schaut. Sekunden später lag der Ball dann wirklich ganz genau da, wo er auch hingehen sollte: im unteren linken Eck. Der Ball war extrem platziert geschossen, sein zweites Traumtor heute. Damit war der alte Abstand wiederhergestellt. Danach gab es noch zwei Hundertprozentige für unsere Mannschaft, leider konnten weder Nellesen noch Buschke den Ball im eins gegen eins gegen den Torwart im Kasten unterbringen.
Der heutige Sieg war nie in Gefahr. Viele gute Chancen wurden herausgespielt, es hätten locker noch zwei Tore mehr fallen können. Die mangelnde Chancenverwertung war heute unschädlich, in anderen Spielen dürfen wir nicht so lax sein. Nun geht es dreimal auf Reisen, wünschen wir das Beste.

Tore: 1:0 Ujazdowski(19.), 2:0 Kühn(24.), 3:0 Gebauer(27.), 3:1 Berlin(51.), 4:1 Ujazdowski(73.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Werner, Schubert, Groß, Sommermeyer, Erdmann, Berlin(75. Gödecke), Kühn(62. Buschke), Ujazdowski(83. Liebisch), Nellessen

Schiedsrichter: Michael Damke(Gardelegen)

Assistenten: Torsten Felkel, Elfi Schwander

Zuschauer: 281

Das Video zum Spiel findet ihr HIER