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Lok-Helden zu Gast im Alfred-Kunze-Sportpark

50. Jahrestag des Pokalfinales von 1966

Am 30. April jährte sich zum 50. Mal der Jahrestag, an dem Lok Stendal und Chemie Leipzig im Pokalfinale standen.
Wir hatten unsere Spieler der sechziger Jahre schon vor etwa fünf Jahren hier bei uns im Hölzchen geehrt. Die Leipziger feierten am letzten Wochenende und hatten auch ihre damaligen sportlichen Kontrahenten aus den 60er Jahren eingeladen. Und so machten sich Dirk Schultz, als Vertreter des Vereines, Hans Zeppmeisel, Peter Güssau, Henry Weißkopf und Ernst Weiser auf den Weg. Am Ende des Tages konnten sie auf einen wunderschönen, erlebnisreichen Tag zurückschauen.
Aber im Einzelnen: Gegen 14:00 Uhr kamen wir am altehrwürdigen Alfred-Kunze–Sportpark in Leipzig Leutzsch an. Alles war bestens organisiert, die Ordner wussten Bescheid, wir erhielten unsere VIP-Bändchen, in der Gaststätte war ein Tisch bereits eingedeckt, es gab Kaffee und Kuchen.



Die Leipziger Gastgeber kümmerten sich ganz liebevoll um ihre Gäste aus der Altmark. Für Hans Zeppmeisel wurden sofort Erinnerungen wach. Wie auch in anderen großen Stadien, befindet sich hinter einem Tor die Fantribüne. Wenn er, so Hans Zeppmeisel, früher dort spielte, dann war es für einen Torwart schon ein mulmiges Gefühl, auf dieser Seite im Kasten zu stehen. Wir sahen uns dann das Spiel der BSG Chemie Leipzig gegen Hohenstein-Ernstthal an, in der Halbzeitpause stießen auch die ehemaligen Spieler der BSG Chemie Leipzig dazu. Groß war deren Überraschung, denn sie wussten nichts davon, dass auch ehemalige Stendaler Spieler zu Gast sind. Ein ganz klein wenig hatten sich doch alle verändert, hin und wieder musste erst nach dem Namen gefragt werden, dann aber war die Freude über das Wiedersehen besonders groß. Auf dem Platz stand am 30.04.1966 von den mitgereisten Spielern nur Hans Zeppmeisel, die anderen drei Spieler hatten zwar auf dem Weg ins Finale Carl-Zeiss Jena, den BFC und Hansa Rostock ausgeschaltet, alle drei waren am Finaltag jedoch verletzt.

                                                                           

Nach dem Spiel erfolgt die eigentliche Ehrung, die Leipziger Fans hatten durch eine wundervolle Choreografie Gänsehaut-Atmosphäre verbreitet. Sowohl die Leipziger als auch die Stendaler Spieler erhielten von der Vereinsführung im Mittelkreis kleine Präsente, dann ging es vor die Fantribüne. Auch vom Fanprojekt erhielt jeder Spieler einen grün-weißen Erinnerungsschal. Im Anschluss überreichte Peter Güssau als Erinnerung an das Pokalfinale, aber auch als Erinnerung an dieses Treffen einen von ihm gestifteten Pokal. Er wird bei der traditionsreichen BSG Chemie sicher einen Ehrenplatz erhalten.

Ein Video mit der Ehrung und dem Aufeinandertreffen der ehemaligen Kontrahenten findet ihr HIER