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Mit Glück und Können zum Erfolg

Verdienter Sieg im ersten Heimspiel nach der Winterpause

18. Spieltag: 1. FC Lok Stendal - 1. FC Romonta Amsdorf 3:0 (1:0)

von Dirk Schulz

Nach dem Abpfiff des weitestgehend souverän pfeifenden Schiedsrichters Dreschkowski aus Brieselang (Land Brandenburg) herrschte Einigkeit bei den Fachleuten auf den Rängen: der Sieg war mit Blick auf die herausgespielten Chancen auch in der Höhe völlig verdient. Ginge es nach den Spielanteilen, wäre auch ein Unentschieden völlig in Ordnung.
206 zahlende Zuschauer waren ins Hölzchen gepilgert, um den Bezwinger des Spitzenreiters vom vergangenen Wochenende nun in heimischen Gefilden den Rücken zu stärken. Eine nette Geste vor Spielgewinn: die mitgereisten Amsdorfer Fans wurden namentlich willkommen geheißen. Das war keine Ironie, das war einfach nur sportlich fair. Hörte man sich auf den Traversen um, spürte man eine Erwartungshaltung aber auch die Vorahnung, dass es eng werden würde.
Die Gastgeber waren von Anfang an bemüht, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Amsdorf versteckte sich aber nicht, wollte das Spiel selbst machen. Sie kamen definitiv nicht als Punktelieferant in die Altmark. Benedikt Nellesen hatte in der 8. Minute das Führungstor auf dem Fuß. Nach klugem Pass in die Tiefe ging er allein auf den Torwart zu. Bene wollte den Keeper tunneln, der war jedoch auf dem Posten und klärte zur Ecke. Die trat, wer sonst, Franz Erdmann, der ansonsten heute nicht seinen glücklichsten Tag hatte. Nellesen traf den Ball wunderbar und zwang den Torwart mit seinem Kopfball zu einer Glanzparade. Mit großer Mühe konnte er den Ball noch an die Latte lenken und während sich im Rund noch über die „vertane“ Chance geärgert wurde machte unser Kapitän Philipp Groß einfach nur eines: er köpfte den Ball ins Tor. Zeitversetzter Jubel setzte ein, als alle realisiert hatten, dass der Ball im Tor liegt.
Nach etwa 20 Minuten war es wieder Nellesen, heute der auffälligste Spieler, der nach Pass in die Tiefe auf den Keeper losging. Diesmal von halbrechts, doch der Ball ging knapp am langen Pfosten vorbei. Vier Minuten später rettete Bryan Giebichenstein mit einer Glanztat die knappe Stendaler Führung. Nach einer Ecke der Gäste taucht er reaktionsschnell in weniger als einer Millisekunde ab und kratzt den Ball von der Linie. Klasse! Nur zwei Minuten später dann ein Abseitstor der Gäste, Diskussionen gab es nicht.
Nach dem Seitenwechsel erwartete man eine Druckperiode der Gäste. Doch unsere Lok startet mit zwei Riesen. Nach einer Ecke nimmt Bene den Ball direkt, volles Risiko aber leider steht ein Verteidiger im Weg. In der gleichen Minute dann ein Traumangriff der Gastgeber. Der Ball läuft über zwei, drei Berührungen: präzise und direkt! Wieder geht Nellesen allein auf den Torwart zu, diesmal aus zentraler Position und diesmal muss es doch klappen. Aber nein, wieder bleibt der Keeper Sieger. Im Gegenzug landet ein Heber von Gründler am Stendaler Pfosten. Die Amsdorfer werden im Mittelfeld immer bestimmender, wollen unbedingt den Ausgleich. Die Stendaler bleiben aber ruhig und konzentriert, warten auf ihre Chance. Und die kommt in der 77. Minute. Ein blitzsauberer Konter und Nellesen setzt sich rechts gut durch. Seine Eingabe kommt punktgenau auf den mitgelaufenen Vincent Kühn der die Kugel aus vollem Lauf in die Maschen drückt. 2:0.
Nun ließen die Gäste doch etwas die Schultern hängen, waren angeschlagen. Der endgültige Knockout kam 4 Minuten später. Schubert tritt einen Freistoß aus dem halblinken Mittelfeld aus etwa 40 Metern in den Strafraum. Und der Ball macht, was so ein Ball eben macht: er fliegt. Und er fliegt, und fliegt, und fliegt… an den rechten Innenpfosten und dann ins Tor. Wie beim ersten Tor war hier gewiss auch etwas Glück dabei, aber nur der Tüchtige hat Glück!!! Bis zum Abpfiff gab es keine Aufreger mehr.
Nun geht es nach Piesteritz, dann kommt Bitterfeld-Wolfen. Und es kommen hoffentlich auch mehr Zuschauer, der Verein, die Mannschaft hat es verdient!!!

Tore: 1:0 Groß(9.), 2:0 Kühn(77.), 3:0 Schibert(81.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Mahrhold, Sikulskyi, Groß, Schubert, Sommermeyer, Erdmann(61. Instenberg), Buschke(74. Salge), Kühn(87. Liebisch), Nellessen

Schiedsrichter: Tino Stein(Brieselang)

Assistenten: Stefan Hübner, Christian Jung

Zuschauer: 206

Das Video zum Spiel findet ihr HIER