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Sechster Heimspielsieg in Folge

ruhig und konzentriert herausgespielter Erfolg

28. Spieltag: 1. FC Lok Stendal - VfB 1906 Sangerhausen 3:0 (1:0)

von Dirk Schultz
 
Wie es in deutschen Fußballstadien nun einmal üblich ist, so befanden sich gestern Nachmittag im Hölzchen auf den Zuschauerrängen etwa 70 Prozent Trainer und Sachverständige. Diese wurden nicht müde, während des Spiels immer wieder zu kritisieren, dass die gastgebende Lok-Mannschaft einen äußerst vorsichtigen Spielaufbau betrieb. Immer wieder wurde der Ball in Höhe der Mittellinie quer gespielt. Das war jedoch, entgegen des hundertfachen Sachverstandes auf der Tribüne, genau richtig. Wie viele andere Mannschaften, die im Hölzchen antreten müssen, war auch Sangerhausen sehr defensiv eingestellt. Natürlich wussten die Gäste, dass die Stendaler ihre vergangenen sechs Heimspiele mit einem Torverhältnis von 22:1 gewonnen hatten. Das Hölzchen ist eine Festung. Mit einer Fünferkette, einer Viererkette und nur einer Sturmspitze wollte man auf eine Konter-Chance hoffen. Da bleibt nichts anderes übrig, als 90 Minuten konzentriert zu spielen und auf die eigene Chance zu warten. Ansonsten wird aus „Hurra-Fußball“ ganz schnell „Harakiri-Fußball“. Stendal war von Anfang an feldüberlegen, musste aber eben auch immer damit rechnen, dass die Mannschaft aus Sangerhausen durch Konter zum Erfolg kommen will. Stendal hatte in den ersten 20 Minuten deutlich mehr Ballbesitz, ohne dass eine zwingende Chance heraussprang. Das änderte sich etwa ab der 20. Minute. Nach einer Hereingabe von Buschke kommt Gödecke frei zum Schuss, der Torwart kann in höchster Not zur Ecke abwehren. Für den Höhepunkt des Tages sorgt dann Moritz Instenberg in der 30. Minute. Er sieht, dass der gegnerische Torwart zu weit vor seinem Kasten steht und zieht aus 60 Metern ab. Der Torwart unterschätzt den Ball zunächst, im Rücklaufen gelingt es ihm dann in höchster Not, dem Ball noch zur Ecke zu klären. Das wäre ein Tor des Monats gewesen. Drei Minuten später klingelte es dann aber zum ersten Mal im Tor der Gäste. Buschke setzt auf der linken Seite konsequent nach und erkämpft den Ball. Gödecke dreht sich dann mit dem Ball einmal um die eigene Achse und lässt den Verteidiger stehen. Seine Ablage muss Franz Erdmann nur noch ins lange Eck schieben. Wenn auch die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt ihre Chancen hatten, so war die Führung keinesfalls unverdient.
 
In der zweiten Halbzeit ändert sich das Bild nicht. Sangerhausen steht weiterhin sehr defensiv, Stendal baut das Spiel langsam auf, schaltet dann aber auch blitzschnell um. Ganz schnell geht es in der 68. Minute. Nach Doppelpass mit Gödecke läuft Instenberg frei auf den Torwart zu - Körpertäuschung - Tor. Mit einem Doppelpass wurde die komplette Gästeabwehr ausgespielt! Nur wenige Minuten später glänzt Instenberg, heute definitiv der beste Mann auf dem Platz, wieder. Er sieht die schmale Gasse in der Abwehr, dass Nils Breda startet und steckt den Ball gefühlvoll durch. Nils Breda hat keine Mühe, zum 3:0 einzuschieben. Moritz Instenberg verpasst es dann jedoch, seine heutige Leistung durch ein weiteres Tor zu krönen. In der 81. Minute schießt er einen Elfmeter schwach, Torwart Bemmann kann den Ball nicht nur halten sondern sogar festhalten.
 
Alles in allem war es ein jederzeit überzeugender Sieg.
 
Nun gilt es, bei Halle-Ammendorf zu punkten, damit beim letzten Spieltag gegen Dessau nach Möglichkeit der fünfte, wenn nicht sogar der vierte Tabellenplatz festgemacht werden kann.

Tore: 1:0 Erdmann(34.), 2:0 Instenberg(68.), 3:0 N. Breda(72.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Mahrhold, Groß, N. Breda, Sommermeyer, Instenberg, Erdmann, Salge(63. Berlin), Buschke(70. Kühn), Gödecke(80. L. Breda)

Schiedsrichter: Christian Naujoks(Magdeburg)

Assistenten:
Maximilian Scheibel, Daniel Feist

Zuschauer: 216

Das Video zum Spiel findet ihr HIER