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Sieg! Basta!

torloses Unentschieden nach trostloser erster Halbzeit, dann der Erfolg

20. Spieltag: 1. FC Lok Stendal - 1. FC Bitterfeld-Wolfen 2:0 (0:0)

von Dirk Schultz

Nein, das war heute ganz gewiss kein Spiel, von dem man noch in hundert Jahren berichten wird. Aber so ein Arbeitssieg muss auch mal her! Positiv: die Mannschaft wartete auf ihre Chance und nutzte sie. Negativ: Stendal nutzte seine technische Überlegenheit nicht aus.
Nach dem Anpfiff und Anstoß der Gäste gingen die Gastgeber gleich auf den Ball. Bereits in der ersten Minute gab es den ersten Eckstoß für Lok, der aber nichts einbrachte. Stendal wollte, das sah man. Die Blau-Weißen aus Bitterfeld/Wolfen wollten nicht, auch das sah man. Im 5-3-2 System stand man hinten drin, verschob und das war es dann auch schon. Man wollte offensichtlich ein 0:0 ermauern, vielleicht aus einer Chance mal was machen. Die Gastgeber kamen damit nicht zurecht und so blieben die ersten 45 Minuten arm an Höhepunkten. Den einzigen Aufreger gab es in der 18. Minute. Nach einer Ecke von links prallte der Ball vom Körper des auf den rechten Pfosten aufgerückten Mahrhold in Richtung linker Pfosten. Dort liegt ein Stendaler Spieler und bald wäre es ein Tor mit Bande geworden. Zwischen Kopf und Pfosten war aber leider gerade noch so viel Platz, dass der Ball hindurch rollen konnte. Stendal mit nur einer Chance, Wolfen/Bitterfeld ohne Chance. Kein tolles Spiel, kein Frühlingsanfang, einfach nichts, was die Herzen der 220 Zuschauer erwärmen konnte. Nun hofften alle auf die zweite Halbzeit.
Die begann wie die Erste. Stendal machte gleich Druck, Die Gäste verteidigten nicht ungeschickt. Und wie es bei solchen Spielen manchmal so ist, ein Standard musste her und brachte die erlösende Führung. Franz Erdmann schlägt eine Ecke von rechts schön in den 16er und genau auf den Kopf von Nellesen. Bene kommt völlig unbedrängt zum Kopfball und es steht 1:0. Nein, so frei darf man einen Nellessen im Strafraum einfach nicht zum Kopfball kommen lassen. Nach seinen Vorlagen im letzten Heimspiel endlich wieder ein Torerfolg für Nellessen. Nun konnten die Gäste nicht mehr so tief stehen und es entwickelte sich kein gutes, aber doch etwas ansehnlicheres Spiel. Dem drückten die Stendaler weiterhin ihren Stempel auf. Es ging deutlich gefährlicher in der blau-weißen Hälfte zu. Es gab nicht die Riesenchance für uns, aber wir hatten das Spiel fest im Griff. Die Gäste brachten nichts gefährliches zustande. Lediglich eine brenzlige Situation gab es, vergleichbar mit der Stendaler Chance in Minute 18. Wieder rollte der Ball knapp am linken Pfosten vorbei. Ab der 77. Minute stellte der Gästetrainer seine Mannschaft taktisch auf eine Dreierkette um. Und genau das brachte uns den Siegtreffer. Die Gäste rückten immer mehr auf und in der 84. Minute gab es einen bilderbuchmäßigen Konter der Stendaler. Instenberg hat den Ball in zentraler Position und nur einen Verteidiger vor sich. Rechts zieht Nellessen, links Salge. Instenberg spielt gefühlvoll nach links in den Lauf von Max Salge und der vollendet mit herrlich platziertem Schuss ins lange Eck. Der Torwart hat sich zwar gestreckt, der Ball war aber zu genau. Tolle und abgeklärte Leistung von Max, der vor kurzem noch in unserer A-Jugend spielte. Das war die Entscheidung.
Nun geht es nach Arnstedt. Dort haben wir noch nie gewonnen. Marcel Werner wird dann aus dem Urlaub zurück sein, auch Artem Sikulskyi ist hoffentlich wieder mit an Bord. Vincent Kühn kann nach Gelbsperre auch wieder spielen, schaun wir mal!!!

Tore:
1:0 Nellessen(52.), 2:0 Salge(85.)

Lok Stendal:
Giebichenstein - Gebauer, Mahrhold, Schubert, Groß, Sommermeyer, Erdmann(81. Salge), Instenberg, Buschke(85. Liebisch), Ujazdowski(27. Berlin), Nellessen

Schiedsrichter:
Michael Damke(Gardelegen)

Assistenten: Torsten Felkel, Marco Peters

Zuschauer:
220

Das Video zum Spiel findet ihr HIER