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Und wieder trifft Härtl

21. Spieltag: SV Edelweiß Arnstedt - 1. FC Lok Stendal 2:1 (0:0)

von Wolfgang Klostermann
 
Wie immer, auch diesmal stimmt die Überschrift des Berichts. Härtl, ein Name, bei dem die Stendaler Abwehr zusammenzuckt. Eine Halbzeit hat die Bewachung funktioniert, dann ist es wieder passiert.
Jetzt aber zum Spiel, Stendal musste die Abwehr neu struktuieren, Mahrhold war kurzfristig ausgefallen. Im Angriff fehlten Ujazdowski und Nellessen, so dass Kühn und Buschke die Tore schießen sollten.
In der ersten Viertelstunde brannten die Arnstedter, die nicht umsonst auf dem vierten Tabellenplatz standen, ein wahres Angriffsfeuerwerk ab. In der zweiten und achten Minute musste Giebichenstein schon Kopf und Kragen riskieren, um den Kasten sauber zu halten. Einenkel und Illiger brachten den Ball nicht an ihm vorbei. Danach war Kühn einmal dran, sein Heber ging aber über das Tor. Immer wieder kamen Angriffe über die Außenpositionen, mit deren Abwehr Lok bekannterweise so immer seine Probleme hatte. In der 25. Minute kommt ein Ball des Gegners in die Mitte, aber Eillfeld bekommt den Ball nicht unter. Ehrlich gesagt, Stendaler Angriffsbemühungen sah man schon, aber vom Mittelfeld kam kaum etwas bei den Stürmern an.
So ging es in die Pause, aus der die Altmärker wie umgewandelt kamen, sie waren einfach schneller mit und ohne Ball, gradliniger in der Ballführung, es schien einfach eine Frage der Zeit zu sein, wann Lok trifft. Es kam aber anders, es kam die Minute des bereits erwähnten Härtl. ein wieder lang auf die rechte Außenposition geschlagener Ball kann durch die Stendaler Abwehr nicht entschärft werden, die lange Flanke erreicht den hinter dem langen Pfosten lauernden Härtl und der Ball ist drin. Die berühmte Frage: wo war der Stendaler Gegenspieler? Danach versucht Stendal alles, ein Schuss von Instenberg fliegt über das Tor, Philipp Gross wird am (im?) Strafraum gefoult, Kühn wird vor dem Tor durch den Torwart ganz klar gefoult, aber ein Pfiff des Unparteiischen Alrik Luther aus Halle an der Saale bleibt wiederum aus. Zwei klare Möglichkeiten für die Gäste. Stendal wirft alles nach vorne und wird dann klassisch ausgekontert. Den an der rechten Mittellinie lauernden Härtl erreicht ein abgewehrter Ball, er leitet ihn in die Mittelstürmerposition weiter und Alexander Koch hat keine Probleme, diesen Ball am herausstürzenden Stendaler Keeper ins Tor zum 2:0 einzuschieben. Dann noch Ergebniskosmetik, Kühn trifft noch zum Anschlusstreffer nach Zuspiel von Instenberg, mehr war leider nicht mehr drin.
Der Trainer von Arnstedt, der vehement von der Tribüne aus seine Mannschaft anfeuerte, meinte nach dem Spiel, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen habe, sondern das Team, das den größeren Siegeswillen hatte. Das würde ich allerdings nicht so stehenlassen.

Tore: 1:0 Härtl(50.), 2:0 Einenkel(16.), 2:1 Kühn(90+1.)

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Werner, Erdmann, Groß, Schubert, Sommermeyer, Instenberg, Buschke(74. Salge), Berlin, Kühn

Schiedsrichter: Alrik Luther(Halle/Saale)

Assistenten: Patrick Menz, Eric-Dominic Weisbach

Zuschauer: 215

Das Video zum Spiel findet ihr HIER