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Verdienter Punktgewinn beim Tabellenzweiten

25. Spieltag: SV Merseburg 99 - 1. FC Lok Stendal 0:0

von Wolfgang Klostermann
 
17.12.1974, ein kalter Dezembertag, Lok verliert beim damaligen Tabellenführer der DDR-Liga „Chemie Buna Schkopau“ das Auswärtsspiel mit 1:3. Lange ist es her, aber Merseburg 99, als Vorgänger und Nachfolger der legenderen Chemie-Mannschaft wollte unbedingt dieses Punktspiel am Samstag gegen die Altmärker gewinnen und den Spitzenreiter IMO Merseburg vom Thron stürzen. Dass ihnen dies nicht gelang, war der tollen Leistung der Gäste zu verdanken. Von der ersten Minute an sah man ihnen an, dass sie den Merseburgern nicht das Feld überlassen wollten. Hohes Pressing, den Gastgebern bereits beim Spielaufbau den Schneid abkaufen und selbst die Initiative zu übernehmen, war die taktische Anweisung des Trainers. Und wie sie es umsetzten, Instenberg, Schubert, Gödecke, eigentlich müsste man alle nennen, traten den Merseburgern förmlich auf die Füße, beim Versuch den Ball anzunehmen. Natürlich klappte es nicht immer, denn die spielerische Klasse der Gastgeber war auch so offensichtlich. Aber Stendal brauchte sich auch in dieser Hinsicht nicht zu verstecken.
Merseburg versuchte das Spiel schnell zu machen, in der 22. Minute trifft Odovic den Ball bei der Hereingabe aber nicht richtig und Giebichenstein kann das Spielgerät problemlos aufnehmen. Kühn, der auf der rechten Seite mächtig Betrieb machte, wird in der 26. Minute gefoult und muss verletzt das Feld verlassen, für ihn kommt Buschke. Stendal hält weiter dagegen. In der 31. Minute geht eine Ecke von Instenberg an Freund und Feind vorbei und landet am langen Pfosten bei Schubert, dessen Schuss aber deutlich drüber geht. Danach waren noch zwei mittlere Chancen für die Merseburger zu verzeichnen, die aber nichts einbrachten. Auch der bei den Stendalern bestens bekannte Ouzmane Diakho schaffte es nicht, eine größere Gefahr auszustrahlen, er befand sich meistens bei Werner in guten Händen.
Die zweite Halbzeit begann mit zwei Riesenmöglichkeiten für Lok. Erst hat Gödicke eine Möglichkeit nach einer Eingabe von Buschke, aber der Torwart wehrt gerade noch zur Ecke ab, dann wird Nellessen von einem Ball überrascht, der ihm direkt vor die Füße fällt und er kann ihn nicht kontrollieren. Lok zieht seine Linie durch und Merseburg findet keine Mittel. Schade, dass Nellessen beim Weg aufs Tor von den Beinen geholt wird, der Pfiff des Schiedsrichters aber ausbleibt. Auch er muss, wie bereits vorher Kühn mit einer Knöchelverletzung am linken Fuß ausscheiden und wird voraussichtlich am 8. Mai gegen Oschersleben fehlen.
Weitere Höhepunkte gab es nicht, der Schiedsrichter Weisbach aus Halle ließ zwei Minuten nachspielen und Pfiff ein gutes Verbandsligaspiel ab.
Sven Körner meinte, dass seine Mannschaft verdient einen Punkt geholt hat und seine Mannschaft sehr diszipliniert agiert habe.

Tore: Fehlanzeige

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Werner, Sommermeyer, Groß, Instenberg, Schubert, Berlin, Gödecke(90+2. Liebisch), Kühn(26. Buschke), Nellessen(75. Karaterzyan)
 
Schiedsrichter: Eric-DominicWeisbach(Halle)

Assistenten: Melanie Göbel, Jens Rosenbaum

Zuschauer: 163