Lok in der Presse

1. FC Lok Stendal hat leichtes Spiel mit Oschersleben – 5:0

Da geht noch mehr beim Fußball-Verbandsligisten

(Altmark-Zeitung, 09.05.2016)

Stendal. Moritz Instenberg wählte die Variante Torwart ausspielen. Martin Rothämel, bis dato schon ziemlich unter Beschuss, ließ dieses Spielchen nicht mit sich machen. Der Torwart griff sich den Ball, Instenberg blieb das Tor verwehrt.
Es wurde den Stendalern leicht gemacht, die Treffer zu erzielen. Der 1. FC Lok Stendal hatte den Oscherslebener SC mit Schlussmann Rothämel locker im Griff. Der fehlerhafte Alleingang von Instenberg fiel nicht weiter ins Gewicht, bei diesem Aufeinandertreffen gestern Nachmittag. Lok gewann mit 5:0 (3:0) gegen den Abstiegskandidaten.
Es war ein leichtes Spiel für Stendal – das Optimum gegen einen personalgeschwächten Gegner war die Leistung aber nicht. Für Lok-Trainer Sven Körner sowieso nicht. „Ich bin nie zufrieden“, sagte Körner. Also gestern auch nicht. Bei Instenbergs Angriff stand es schon 3:0, so kurz vor der Pause, in der 43. Minute, war die Spannung nicht mehr sehr groß.
Lok hatte früh für klare Verhältnisse gesorgt. Bei dem schnellen Spiel der Mannschaft von Körner, bei dem die Oscherslebener nicht hinterherkamen, bedeutete nahezu jeder Angriff Gefahr. „Es war das erwartet schwere Spiel“, konstatierte Gäste-Coach Ingo Hermanns. Der OSC kam mit dem Stendaler Druck sichtlich nicht klar und half mitunter auch mit Fehlern noch mit, das Lok zum Torabschluss kam. „Mit dieser Leistung haben wir in der Verbandsliga nichts zu suchen“, stellte Hermanns klar.
Die Fehler wurden, wie bei den beiden ersten Toren, vom starken (und geplanten) Flügelspiel initiiert. Franz Erdmann gelang das beim 1:0 per Kopfball nach Rechtsflanke von Martin Gebauer, Martin Gödecke vollendete einen Pass von Linksaußen Clemens-Paul Berlin zum zweiten Tor, wiederum Erdmann nutzte einen Patzer von Oschersleben frei vor Rothämel zum 3:0 aus. Kurz nach der Pause blieb Instenberg aber eiskalt.
Die Chance, die sich auf den vierten Treffer bot, war freilich noch größer. Der Chef im Mittelfeld durfte vom Punkt antreten und verwandelte locker einen Strafstoß. Kapitän Philipp Groß startete zuvor durch und kam nur bis Florian Neubauer, der ihn foulte. Instenberg hatte sein Tor, Gödecke hätte dagegen allein drei machen können. Vor dem 1:0 traf er die Latte, nach Instenbergs Elfmeter knallte der einzige Stürmer die Kugel gegen den Pfosten. Das fünfte Tor erlebte Instenberg gar nicht mehr mit, in der 64. Minute verließ er den Platz. Berlin schloss drei Minuten später zum 5:0 ab.
Mehr war durchaus möglich, das Spiel plätscherte nach dem 3:0 so dahin – Lok fehlte das Tempo. Körner will „trotzdem noch das Optimum“, auch wenn es 3:0 steht, – das sah er gestern nicht. „Das Ergebnis hätte sicherlich höher ausfallen müssen“, gestand Körner ein. Denn schließlich wolle Lok „viele Tore machen“. Und der gestrige Kontrahent zeigte sich als nicht Liga-tauglicher Gast eigentlich einschussbereit.

Tore: 1:0 Franz Erdmann (8.), 2:0 Martin Gödecke (18.), 3:0 Erdmann (23.), 4:0 Moritz Instenberg (51.), 5:0 Clemens-Paul Berlin (67.)

Schiedsrichter: Felkel (Salzwedel)

Zuschauer: 218

Von Benjamin Post