Lok in der Presse

Beim Primus mit Personalsorgen

(Volksstimme, 29.04.2016)

Lok Stendals Kicker fordern am Sonnabend Verbandsliga-Primus Merseburg 99 heraus.

Von Wolfgang Seibicke

Stendal l Am 25. Saison-Spieltag der Fußball-Verbandsliga stehen die Kicker des 1. FC Lok Stendal zweifellos vor einer besonderen Aufgabe. Am morgigen Sonnabend sind sie zu Gast beim Klassen-Primus Merseburg 99, der bereits über 53 Punkte verfügt.
Im Hinspiel setzten sich die morgigen Gastgeber am Stendaler Hölzchen deutlich mit 4:1 (3:0) durch. Lukas Breda, derzeit erkrankt, markierte damals den Ehrentreffer der Altmärker.
Natürlich ist die Lok-Mannschaft (5./41 Zähler) äußerst scharf darauf, sich für diese Heimschlappe in Merseburg zu rehabilitieren, doch das wird, insbesondere angesichts der Ausgeglichenheit, mit der der VfB durch die Serie marschiert, sehr schwer.
Immerhin aber können sich die Altmärker auf die Fahnen schreiben, dass sie nach dem morgigen Gastgeber (24 Punkte, 31:6 Tore) die derzeit zweitbeste Rückrundenmannschaft (20, 25:8) sind.
Da dürfte man als Lok-Anhänger eigentlich davon ausgehen, dass eine Partie auf Augenhöhe ins Haus steht.
Dem aber widerspricht Stendals Trainer Sven Körner richtig heftig: „Die Trainingsbeteiligung in den letzten beiden Wochen war schlecht. Das lag nicht nur daran, dass man arbeitsbedingt verhindert war, sondern es wurde auch an die Ostsee gefahren.“
Außerdem plagen ihn nicht unerhebliche Personalsorgen. Zwar sind Martin Gebauer und Philipp Groß nach Absitzen ihrer Gelb-Sperre wieder spielberechtigt und kann auch der zuletzt privat verhinderte Vincent Kühn in Merseburg wieder mitwirken. Dagegen gibt es jedoch in der Abwehrmitte große Lücken.
Artem Sikulskyi liegt nach Fieberattacken im Krankenhaus. Auch Johannes Mahrhold (Zerrung im Schönebeck-Match) kann nicht mitwirken und Marcel Werner hat nach Verletzung erst einmal trainieren können. Zudem fehlt Franz Erdmann (5. Gelbe).
„Unter diesen Umständen ist der Gastgeber der klare Favorit für mich. Sein Umkehrspiel ist eine der großen Stärken. Zudem hat die Mannschaft gleich mehrere Torjäger“, so der Stendaler Lok-Trainer Körner.
Schiedsrichter der Begegnung in Merseburg ist Eric-Domenic Weisbach.