Lok in der Presse

Erneut fehlen die Punkte

Fußball, Verbandsliga: 1. FC Lok trotz Überlegenheit nur mit 1:1-Remis in Bernburg

(Altmark-Zeitung, 18.04.2016)

tha Bernburg. Die gute Nachricht: Der 1. FC Lok Stendal ist gestern durch ein 1:1 (0:0)-Unentschieden bei Askania Bernburg II in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga auf den sechsten Platz geklettert.
Die schlechte Nachricht: Bei einem Sieg gegen den Abstiegskandidaten wäre der Rückstand zu den Top Vier bis auf zwei Zähler geschmolzen. Doch die Stendaler haben es auf fremdem Platz wieder einmal versäumt, die wichtigen Punkte zu machen.
Die Chancen dazu waren in Bernburg allemal gegeben. Nach einer kurzen Anlaufphase, in der es die Gastgeber mit Pressing versuchten, befreiten sich die Altmärker und übernahmen die Spielkontrolle. Die ersten hochkarätigen Torchancen ließen in der Folge nicht lange auf sich warten. Vor allem nach Standardsituationen kamen die Stendaler im ersten Abschnitt immer wieder gefährlich zum Abschluss. Der Treffer zum 1:0 blieb aber sowohl Vincent Kühn (8., 11.), Philipp Groß (21.), Franz Erdmann (27.) als auch Daniel Ujazdowski (32.) verwehrt. Die Bernburger kamen ihrerseits nur zu einer nennenswerten Szene kurz vor der Pause.
Im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Lok spielte aus seinem 4-4-2-System heraus drückend überlegen, belohnte sich aber nicht mit Treffern. Erst in der 65. Minute war es Johannes Mahrhold, der bei einem Eckstoß mit aufgerückt war und das Leder mit Glück und dem Innenpfosten ins Tor köpfte – 1:0. Jetzt nahm das Spiel die Entwicklung, die sich die Gäste schon früher gewünscht hatten. Bernburg musste öffnen, Lok durfte kontern, tat dies allerdings nicht konsequent. „Da waren wir nicht risikofreudig genug“, bemängelte Trainer Sven Körner. Doch nicht nur, dass Stendal seine Chancen nicht nutzte, in der Schlussphase ließ auch die generelle Qualität des Lok-Spiels nach. Die Strafe folgte in der 84. Minute: Askania-Mittelfeldmann Marco Leschkowski kam im Zentrum unbedrängt zum Schuss und besorgte per Traumtor den 1:1-Endstand.
„Das war eine gefühlte Niederlage. Wir spielen 70 Minuten richtig tollen Fußball, aber ein Spiel dauert eben etwas länger“, war Körner nach dem Abpfiff bedient.

Tore: 0:1 Johannes Mahrhold (65.), 1:1 Marco Leschowski (84.)
1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Groß, Sommermeyer, Sikulskyi, Mahrhold, Erdmann (77. Gödecke), Kühn (90. Buschke), Instenberg, Ujazdowski, Nellessen