Nachwuchs

2:1: U19 dreht Derby gegen Tangermünde

Die A-Junioren des 1. FC Lok Stendal haben am Freitagabend erfolgreich die Tabellenführung in der Verbandsliga Nord verteidigt. Das Derby gegen die SG Tangermünde/Schönhausen/Klietz gewann die von Steffen Säger trainierte Mannschaft mit 2:1 (0:0). Nach einem Rückstand drehten Pascal Lemke und Hendrik Braunschweig mit ihren Treffern in den Schlussminuten vor 160 Zuschauern die Partie.

Lok-Trainer Steffen Säger zeigte sich zwar mit dem Ergebnis zufrieden, hatte nach dem Spiel aber noch Redebedarf. (Archivfoto: Stefan Rühling)

Für einen war dieses Derby mit Sicherheit ein ganz besonderes: Hendrik Braunschweig trat nicht nur gegen seinen Heimatverein an, sondern auch gegen seinen Vater Steffen, der die Gäste trainiert. Dies sollten beide in den 90 Minuten jedoch vergessen. Beide Teams taten sich anfangs schwer, ins Spiel zu kommen. Die SG versuchte durch hohe Laufbereitschaft den Spielaufbau der Stendaler zu stören, was ihnen gut gelang. So war der erste Durchgang von vielen kleinen Fouls, Fehlpässen aber vor allem starkem Kampf geprägt. Die wenigen Möglichkeiten, die sich die Säger-Schützlinge erarbeiteten, konnten sie nicht gewinnbringend nutzen. Auf der anderen Seite setzte es keine Gefahr auf das Lok-Tor. Damit ging es ohne Treffer in die Pause.

Im zweiten Durchgang schwanden mit zunehmender Zeit die Kräfte der Gäste. Die physischen Vorteile ermöglichten der Lok-U19 auch, in der Folge spielerisch mehr Akzente zu setzen. Obwohl die Rolandstädter damit auch mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatten, blieben Torchancen aus. Es fehlte den Stendalern nicht nur an Ideen und der nötigen Geduld, sondern auch der Tangermünde Schlussmann war auf seinem Posten. In der 82. Minute passierte es dann: Während die Gastgeber zuvor glücklos anliefen, setzte sich ein SG-Angreifer im Laufduell durch und konnte im Strafraum nur noch von Lok-Keeper Niklas Nethe gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alexander Huth zur Gäste-Führung.

Die Rot-Schwarzen gaben sich danach aber nicht auf, sondern marschierten weiter auf das Tor der SG Tangermünde/Schönhausen/Klietz. Es dauerte nur sieben Minuten, bis erneut ein Pfiff ertönte und der Unparteiische erneut auf den Punkt zeigte – dieses Mal aber auf der anderen Seite. Maurice Schmidt wurde von den Füßen geholt und Pascal Lemke traf zum 1:1-Ausgleich. Der gewonnene Punkt sollte den Gastgebern jedoch noch nicht reichen. Der auffälligste Akteur des Abends, Braunschweig, machte den Unterschied. In sprichwörtlich letzter Sekunde markierte er aus dem Gewühl eines Eckballs heraus den 2:1-Siegtreffer für den 1. FC Lok Stendal.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, resümierte Lok-Coach Säger. „Meine Mannschaft hat Moral bewiesen und auch nach dem Rückstand an sich geglaubt. Dennoch gibt es einige Dinge zu besprechen.“ Denn so schön der Platz an der Sonne der Verbandsliga auch ist, ist der Anspruch an die spielerische Leistung auf Seiten der Rolandstädter und ihrer Anhänger doch höher.