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100 TAGE TRAINER JÖRN SCHULZ

Hier das große "100-Tage-Interview" mit unserem Trainer Jörn Schulz, welches unser Hölzchen-Sprecher Sven Jaluschka mit ihm führte:

 

Trainer 1. Herrenmannschaft

Schulle, heute am 07. März 2019 bist Du genau 100 Tage in der Hauptverantwortung als Trainer unserer 1. Herrenmannschaft. Um gleich zum Tagesgeschäft zu kommen, wie beurteilst Du die aktuelle Lage Deiner Mannschaft?

 

Nach den beiden Auswärtsniederlagen gegen Greifswald und TeBe ist die Situation in der Tabelle weiterhin sehr angespannt, zudem ja auch unsere unmittelbare Konkurrenz, die sich in der Winterpause stark verstärkt hat, anfängt zu punkten!
Der Druck, Erfolgserlebnisse einzufahren, ist somit weiterhin die große Herausforderung für die Mannschaft und wir müssen schauen, wie die Jungs mit dieser Situation umgehen können.
Meine Aufgabe als Trainer liegt da auch ein Stück weit im psychologischen Bereich, denn die Jungs müssen weiter an Ihre eigenen Stärken glauben, den Kopf frei bekommen und das, was wir uns zusammen erarbeiten, auf dem Platz umsetzen!

 

In der intensiven Vorbereitung für diese Rückrunde spürten wir alle eine positive Aufbruchstimmung. Wie ist die Stimmung jetzt, drei Spiele später?

 

Die Stimmung steht und fällt natürlich mit den Ergebnissen. Zu Beginn dieser Woche musste ich erstmal Aufbauarbeit leisten. Wir haben das TeBe-Spiel aber sachlich ausgewertet, um dann den Fokus auf das Spiel gegen Strausberg zu legen.
Die Jungs werden alles für Erfolgserlebnisse tun und dieses wird sich dann auch in der Stimmung wiederspiegeln.

 

Sicherlich müssen wir unseren Fokus besonders auf unsere Heimspiele richten. Wie ist Deine Message an unsere Fans & Zuschauer?


Die Mannschaft braucht gerade jetzt in dieser schwierigen Phase die Zuschauer die Sie unterstützen, besonders auch in Momenten, wenn es im Spiel mal nicht so läuft oder sich der Eine oder Andere im Hölzchen einen anderen Spielstil wünscht.
Wir befinden uns im Abstiegskampf, wo nicht immer alles nach technisch sauberem, offensivem Fußball aussehen kann. Jeder, der ins Stadion kommt um dies zu sehen, wird wohl derzeit leider enttäuscht nach Hause gehen.
Sie werden aber eine Mannschaft erwarten können, die sich über 90 min körperlich, läuferisch und kämpferisch zerreißt! Eine Mannschaft die Gras frisst und die die Basics abliefert. Denn das fordere ich von meiner Mannschaft ein! Das ist die Grundlage überhaupt, um in dieser Liga zu punkten!
Ich erhoffe mir, dass mit der Zeit und mit mehr Sicherheit und Selbstvertrauen, die Automatismen greifen und jeder Fan und Zuschauer zufrieden nach Hause gehen kann!

 

Wie ist Deine heutige Einschätzung zur Umsetzung unseres großen Ziels Klassenerhalt?

 

Wir haben jetzt 3 Spiele in der Rückrunde absolviert, das wichtige Staaken-Spiel gewonnen und müssen jetzt in den nächsten Wochen punkten, um überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
Die Mannschaft ist dazu in der Lage und wir werden Tag für Tag / Woche für Woche weiter hart arbeiten, um das gesteckte Ziel zu erreichen!

 

Wir haben Anfang März und natürlich gilt es auch neben dem Klassenerhalt in dieser Saison, perspektivisch eine Lok-Mannschaft auf dem Feld zu haben und eventuell Fehler aus der Vergangenheit bezüglich Mannschaftsplanung nicht zu wiederholen. Wie ist der aktuelle Sachstand?

 

Wir sind jetzt wöchentlich dabei mit den Spielern für die neue Saison zu sprechen, um frühzeitig Klarheit zu haben, wer in der neuen Saison weiter für uns spielt.
Natürlich planen wir dabei zweigleisig, alles andere wäre fahrlässig!
Wir wollen und werden auf alles vorbereitet sein. Schließlich war das ja auch ein Grund, warum ich mich gegen eine erfolgreiche Saison mit Barleben und für einen turbulenten Beginn bei Lok Stendal entschieden habe!
Aktuell laufen alle Gespräche sehr positiv und wir können zeitnah weitere Verlängerungen bekannt geben.
Sofern das Gerüst der neuen Mannschaft steht, werden wir in die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen gehen.
Wir werden dabei den eingeschlagenen Weg mit Spielern aus unserer  A-Jugend und Spielern aus der Region nicht aus den Augen verlieren!

 

Als letztes noch zu Deiner persönlichen Situation. Du kennst den Verein seit vielen Jahren und hast bereits Deinen turbulenten Beginn als Trainer am Ende des letzten Jahres erwähnt. Wie sind Deine Eindrücke nach 100 Tagen im Amt?

 

Ich bin sehr froh Trainer bei Lok Stendal zu sein. Ich fühle mich angekommen und trotz der schwierigen Situation sehr wohl!
Die Bedingungen bei Lok Stendal sind für Oberligafußball überragend und manchmal habe ich das Gefühl, dass dies bei einigen in Umfeld und Mannschaft gar nicht mehr oder zu wenig geschätzt wird.
Ich habe bei so vielen Vereinen gespielt und gearbeitet und wir können bei Lok Stendal für die Gegebenheiten sehr dankbar sein!
Für mich wird Lok Stendal meine letzte Vereinsstation sein. Hier kann ich meinen Beruf, der oberste Priorität besitzt, meine Familie und den Fußball miteinander verbinden. Somit habe ich alles was mich erfüllt und glücklich macht beisammen.

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wie Vorstand, Trainerteam, Sponsoren und natürlich den Fans und meinen Spielern.