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2:2-Remis: Lok punktet beim HSC

Die Verbandsliga-Mannschaft des 1. FC Lok Stendal blieb ihrer Linie dieser Saison auch am Samstagnachmittag treu. Durch das 2:2-(0:2)-Unentschieden beim Haldensleber SC (HSC) bleib das Team von Cheftrainer Sven Körner auch im zehnten Spiel ungeschlagen und konnte den Vorsprung auf den HSC erhalten. Die Lok-Treffer besorgte Marcel Werner per Strafstoß und nach einem Eckball. Im November der Top-Spiele geht es für die Stendaler nun am nächsten Sonntag, 27. November (Anstoß 14 Uhr), im Stadion „Am Hölzchen“ gegen den SV Dessau 05.

Nach dem versenkten Schraftstoß war die Freude beim Schützen, Marcel Werner (rechts) und Martin Gödecke sehr groß. (Foto: Stefan Rühling)

Durch die Verletzungen von Moritz Instenberg und Max Salge war Sven Körner gezwungen, seine Startformation im Haldensleber Waldstadion erneut zu verändern. Vor Schlussmann Bryan Giebichenstein rückte so Johannes Mahrhold wieder in die Innenverteidigung neben Marcel Werner und die Außen Martin Gebauer und Nils Breda. Kapitän Philipp Groß rückte dafür auf die Instenberg-Position im zentralen Mittelfeld. Ihm zur Seite stand Franz Erdmann, auf den Flügel liefen Lukas Breda und Niclas Buschke auf. Damit bot Körner ein beinahe komplett neues Mittelfeld auf. Den Angriff bildeten wie zuletzt Benedikt Nellessen und Martin Gödecke. Steven Schubert, gegen Merseburg noch auf der Doppelsechs, saß wie Richard Liebisch und A-Junior Hardy Wolff zunächst auf der Bank.

Im ersten Durchgang konnten die Zuschauer ein komplett ausgeglichenes Spitzen-Spiel sehen, welches seinen Namen auch verdient hatte. Beide Teams hatten ähnlich viel Anteile, agierten aus einer kompakten Defensive heraus und kamen zu genau zwei Torchancen aus dem laufenden Spiel. Den ersten Vorstoß setzten die Stendaler in der vierten Minute über Nils Breda und die linke Seite. Seine Hereingabe konnte jedoch nicht verwertet werden. Zwei Zeigerumdrehungen später flankte Nellessen von der anderen Seite, Abnehmer Buschke verfehlte das Tor aber knapp. In der elften Minute setzten die Gastgeber einen ersten Warnschuss ab, den Giebichenstein ordentlich parierte.

Doppelschlag durch Marcel Werner

Danach kam wieder Lok: Zuerst Nellessen, der die Kugel nach einer Hereingabe von der rechten Seite direkt nahm und auf das HSC-Tor zielte. Sein Flachschuss ging erneut vorbei (19.). Es folgte ein schöner Solo-Lauf von Lukas Breda, der sich an der rechten Eckfahne gegen zwei Verteidiger durchsetzte und von der Grundlinie aus 16 Metern abschloss. Der vom Torhüter abgefälschte Ball ging an die Querlatte und sprang von dort zurück ins Spiel (24.). Dann war wieder Haldensleben dran und kam zur zweiten nennenswerten Chance aus der zweiten Reihe, der Torschuss landete nach einer Berührung am Pfosten aber nur im Toraus.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde fiel er dann doch, der erste Treffer dieser Partie. Dem vorangegangen war ein schöner Sprint Buschkes, der im Strafraum von gleich drei Gegenspielern in die Mangel genommen und zu Fall gebracht wurde. Sofort zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Werner sicher zur 1:0-Führung (36.). Wenige Minuten später stand der Torschütze erneut im Mittelpunkt. Nach einem Gödecke-Eckball, der von Nellessen perfekt verlängert wurde, traf Werner auch zum 2:0-Halbzeitstand (44.).

Sven Körner mit dem zweiten Spielabschnitt unzufrieden

Im zweiten Durchgang veränderte sich das Bild im Haldensleber Waldstadion deutlich. Die Gastgeber waren deutlich präsenter, hatten mehr Zug zum Tor und kamen in der 53. Minute direkt zum 1:2-Anschlusstreffer nach etwas Unsicherheit in der Lok-Abwehr. Der HSC war damit wieder dran und drängte fortan auf den Ausgleich. Dieser fiel schließlich in der 65. Minute. Nach einem Gestochere im Strafraum landete das Spielgerät beim einlaufenden René Hasse, der den Ball nur noch über die Linie des leeren Lok-Tors schieben musste. In der Folge beschränkten sich die Körner-Schützlinge darauf, das Unentschieden zu verteidigen und über die Zeit zu bringen. Obwohl der HSC noch einige gute Chancen hatte, pfiff der Schiedsrichter schließlich ab. Den Stendalern gehörte damit ein am Ende des Tages glücklicher Punkt.

Sven Körner: In der ersten Halbzeit ging der Plan, den wir uns zurecht gelegt hatten, auf. Wir wollten den Gegner von der Strategie her spiegeln und immer wieder Nadelstiche in der Offensive setzen. Die Führung entstand durch einen Konter und der zweite Treffer fiel nach einer Standardsituation. Darüber hinaus haben wir im ersten Durchgang ansprechenden Fußball geboten. Nach der Pause zeigte unsere Mannschaft ein Gesicht, welches wir bisher noch nicht so häufig gesehen haben. Wir hatten wenig Ballsicherheit, eine große Passivität, zu viele Kontakte sowie wenig Entlastung im Spiel nach vorne, was gepaart war mit vielen langen Bällen. Diese kamen wie Bumerange zurück. Dazu haben wir zwei völlig unnötige Gegentore kassiert. Beim ersten waren wir klar in der Überzahl und haben die entscheidende Situation nicht gewonnen. Dem Ausgleich ging ein Ballverlust voraus, der durch weiträumigeres Passspiel verhindert hätte werden können.

Das Spiel im Stenogramm:

Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Werner, Mahrhold, N. Breda – L. Breda, Erdmann (69. Schubert), Groß (90. Liebisch), Buschke – Nellessen, Gödecke

Tore:
0:1 Werner (36./Strafstoß), 0:2 Werner (44.), 1:2 (53.), 2:2 (65.)

Gelbe Karten:
Gödecke, Mahrhold, Schubert