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Das erste von hoffentlich einigen Spielen des Jahres

Wenn am morgigen Sonntag um 14 Uhr in Zorbau das Halbfinale im Landespokal angepfiffen wird, bietet sich den Eisenbahnern eine riesige Chance. Nicht nur, dass es sich um die erste Endspielteilnahme seit 15 Jahren handeln würde (27. Mai 2003 – 0:2 gegen 1. FC Magdeburg), beim Erreichen des Endspiels winkt sogar die Teilnahme am „großen“ DFB-Pokal.

Ähnlich wie in den letztjährigen Vergleichen wird sich auch morgen im Pokal nichts geschenkt werden!

Man kann also durchaus vom Spiel des Jahres sprechen, dabei ist es nach Rudolstadt und Kamenz überhaupt erst das dritte Spiel. "Für die Stadt Stendal, für die ganze Altmark und natürlich die Mannschaft sowie das Trainerteam wird es ein vorgezogenes Endspiel sein", erklärte Sven Körner unter der Woche im Interview mit fupa.net. Pünktlich zum "Spiel der Spiele" haben die Rolandstädter vor Wochenfrist gezeigt, dass sie das Siegen nicht verlernt haben. Das sollte zudem auch wieder Selbstvertrauen und Rückenwind für Sonntag gegeben haben. Auch, dass sich pünktlich zum Pokalspiel das Lazarett gelichtet hat, gibt Mut. Bis auf Nils Breda, der heute noch in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammelt, aber morgen ebenfalls nachreist, und dem Langzeitverletzten Moritz Instenberg kann Körner aus dem Vollen schöpfen. Es dürfte wohl ein Novum in dieser Saison sein, dass Spieler es nicht in den Kader schaffen und zugucken müssen. Dennoch reist die Mannschaft geschlossen nach Zorbau. Und zwar schon am heutigen Samstag geht es nach Leipzig, wo das Team übernachtet. "Der Verein hat es ermöglicht, dass wir bereits heute anreisen und in Leipzig schlafen, was für die Vorbereitung optimal sein kann. Morgen früh ist dann nochmal ein Aktitvierungstraining geplant", erklärt der Coach den Ablauf vor dem so wichtigen Spiel, das er selbst als vorgezogenes Endspiel bezeichnet. Nicht zu unrecht, schließlich sollte der Einzug ins Endspiel gleichbedeutend mit dem Einzug in den DFB-Pokal sein - vorausgesetzt der 1. FC Magdeburg zieht gegen Verbandsligist Halle-Ammendorf ins Endspiel ein und wird in der Liga mindestens Vierter.

 

Doch bevor vom großen Los im DFB-Pokal geträumt werden darf, steht erstmal ein hartes Stück Arbeit vor den Stendalern. Gegner Zorbau ist nicht umsonst ungeschlagener Tabellenführer der Verbandsliga. Auch die beiden Unentschieden in der Vorsaison verhärten den Eindruck einer Partie zwei Teams, die sich auf Augenhöhe befinden. "Sie haben einen klaren Plan Fußball zu spielen. Trainer Maik Kunze macht dort seit Jahren einen hervorragenden Job und hat das Team sowie den Verein sukzessive entwickelt. Zorbau hat mit Sandersdorf und Bernburg im laufenden Pokalwettbewerb schon zwei Oberligisten jeweils nach eigenem Rückstand eliminiert. Das zeugt von großer Willenskraft. Die Chancen stehen 50:50. Es wird viele Zweikämpfe geben. Details werden entscheidend sein. Ein Freistoß, ein Einwurf, eine Einzelaktion oder ein Sprint können schon ausschlaggebend sein. Defensiv heißt es für uns absolut ruhig und konsequent zu agieren und kompakt zu stehen. Offensiv lautet die Devise nach Ballgewinn umschalten, umschalten, umschalten! Ist das nicht möglich, versuchen wir auf Kontrolle zu schalten und Zorbau ins Laufen zu bringen!", schaut der Coach dem Spiel entgegen.