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Das Kribbeln steigt

Nun ist es endlich soweit! Am kommenden Sonntag belohnen sich Spieler, Trainerteam und Verein für die letzten Jahre harter und emsiger Arbeit, wenn sie ab 14 Uhr zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Oberliga-Luft schnuppern. Zu Gast im Stadion am Hölzchen zur Heimpremiere ist der FC Einheit Rudolstadt.

Vergessen sind die quälenden Trainingseinheiten der vierwöchigen Vorbereitung, die Vorfreude ist riesig. Der 1. FC Lok Stendal ist zurück in der Oberliga und sieht dem Start gespannt, aber völlig befreit entgegen. "Die Jungs sollen es genießen", nimmt Trainer Sven Körner den Druck von der Mannschaft gibt aber auch die Marschroute aus: "Wir wollen aktiven, aggressiv nach vorne verteidigenden Fußball spielen und den einen oder anderen Oberligisten ärgern. Wir erhoffen uns eine große Unterstützung der Fans, die uns schon in der Vergangenheit sowohl im Hölzchen als auch in der Fremde großartig unterstützt haben. Natürlich freuen wir uns über jeden einzelnen, der am Sonntag mit uns gemeinsam das Abenteuer Oberliga in Angriff nimmt. Ich appelliere an die Zuschauer auch in schweren Phasen, die zweifellos kommen werden, zum Team und zum Verein zu halten und weiterhin positiv zu sein."

Mit dem FC Einheit Rudolstadt wartet gleich zum Auftakt ein äußerst unbequemer Gegner auf die Rolandstädter. Schließlich wurde die Mannschaft von Trainer Holger Jähnisch, der die Thüringer seit nunmehr sieben Jahren coacht, im Vorjahr starker Fünfter. Dennoch ist im Gegensatz zum Stendaler Team mit einem relativ uneingespieltem Team zu rechnen. Schließlich verließen elf Spieler den Verein und sechs Neue kamen hinzu. "Wie schon in den letzten Jahren hatten wir im Sommer wieder einen großen Aderlass und waren gezwungen wieder am Kader zu bauen und uns neu zu formieren, Auch wenn wir auf einem ganz guten Weg sind, ist der Kader im Moment doch noch relativ schmal", erklärte Holger Jähnisch. Grund für die vielen Abgänge sei viel weniger das Sportliche, sondern das Berufliche zu sehen, da viele zum Studium oder für eine Ausbildung die Region verlassen. Lok Stendal kenne er noch als erfolgreiches Team aus DDR-Oberliga und später Regionalliga-Zeiten. "Natürlich kommen wir nach Stendal, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen", so Jähnisch, der die Liga in diesem Jahr für sehr ausgeglichen hält: "Ich rechne nicht mit großen Ausreißern nach oben bzw. unten."

 

Um zum Auftakt möglichst optimal vorbereitet zu sein, standen bei Lok zuletzt Einheiten im taktischen Bereich, Standards und Arbeiten an der Spritzigkeit auf dem Programm. Personell ist die Lage relativ entspannt, wobei mit Martin Krüger, Nils Breda (beide verletzt) und Juninho (krank) drei echte Leistungsträger fehlen. Sonst dürfte bis auf Keeper Martin Hermenau, der sich im Aufbautraining befindet, alles an Bord sein.