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Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Die Lokomotive dampft weiter auf Hochtouren: Vor 579 zahlenden und ihre Mannschaft lauthals anfeuernden Fans hat der 1. FC Lok Stendal am Sonntagnachmittag das Sachsen-Anhalt-Derby gegen den FSV Barleben um Ex-Lok-Spieler Jörn Schulz mit 2:1 (2:1) gewonnen.

Die Freude nach dem 2:1 war riesig! Das Hölzchen stand Kopf, auch weil die Stendaler keinen Zweikampf scheuten und sich voller Entschlossenheit in jeden Ball warfen.

Max Salge erzielt in dieser Szene den Ausgleich.

Benedikt Nellessen stellte nach 20 Minuten auf 2:1 für Lok.

Doch war es im Nachhinein mehr als „nur" ein Derbysieg. Spätestens nach dem neuerlichen Erfolg steht endgültig fest: Die Eisenbahner sind in der Oberliga angekommen. Dass die Körner-Elf mit ihren jungen und technisch versierten „Oberliga-Küken" spielerisch in der neuen Liga mithalten kann, wurde bislang bereits mehr als deutlich. Nun riefen die Rolandstädter aber das komplette Programm ab: Gegen einen physisch enorm präsenten Gegner hielten die Altmärker nach anfänglichen Problemchen nämlich voll dagegen und kauften den „Kanten" aus Barleben auch durch körperlichen Einsatz den Schneid ab. Jedes Rad griff ins andere, jeder kämpfte für jeden. Auch ließ sich die junge Mannschaft nicht vom frühen Rückstand verunsichern. Im Gegenteil: Innerhalb von nur 14 Minuten nach dem 0:1 hatten die Stendaler Moral bewiesen und das Spiel durch Max Salge (10.) und Benedikt Nellessen (20.) schon zu ihren Gunsten gedreht! Also Lohn für die ganzen Mühen kletterten die noch ungeschlagenen Erdmann, Instenberg und Co. auf einen sensationellen dritten Tabellenplatz.

Apropos Erdmann und Instenberg. Während des Spiels mussten die Hausherren neben der Abwesenheit der beiden Leistungsträger Martin Krüger (Aufbautraining nach Ermüdungsbruch) und Youngster Niclas Buschke (Urlaub) auch noch den verletzungsbedingten Ausfall von Standard-Spezialist Franz Erdmann und Mittelfeldmotor Moritz Instenberg verkraften. Während Erdmann „nur" einen Pferdekuss erlitt, steht die Diagnose bei Instenberg noch aus. Da Trainer Sven Körner beim Ausfall Instenbergs, der per Trage das Feld verlassen musste, sein Wechselkontingent bereits erschöpft hatte, agierte Lok in der Schlussphase sogar ein paar Minuten in Unterzahl.

An dieser Stelle unsere besten Genesungswünsche an die Beiden und sobald es etwas Neues gibt, lest Ihr es hier bei uns! 

Die Barleber machten sich das Leben aber auch selbst schwer, in dem sie sich eine Undiszipliniertheit nach der anderen erlaubten. Nachdem zunächst ein Betreuer des Spielfeldrandes verwiesen wurde, folgte im Anschluss noch ein Ersatzspieler (Gelb-Rot). Als sich in der 89. Minuten auch noch der FSV-Keeper innerhalb von nur wenigen Sekunden wegen Meckerns die Ampelkarte abholte, war für Jörn Schulz das Maß voll. Der ehemalige Stendaler erwies sich allerdings als „guter" Verlierer, gratulierte den Stendalern auf der anschließenden Pressekonferenz und suchte die Schuld nicht beim alles andere als souveränen Schiedsrichter, sondern bei seinen undisziplinierten Spielern.