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Duell alter Bekannter

Wenn der 1. FC Lok Stendal am kommenden Sonntag ab 14 Uhr den FSV Barleben im Hölzchen empfängt, kommt es am 6. Spieltag der Oberliga Süd nicht nur zum nächsten Sachsen-Anhalt Derby, sondern auch zu einem Wiedersehen der besonderen Art.

Marcel Werner zog sich in Kamenz eine Knochenabsplitterung zu, muss operiert werden und fällt mindestens vier Wochen aus. Trainerteam und Mannschaft hoffen auf eine baldige Genesung und wünschen gute Besserung.

Beim FSV hat Jörn Schulz, der bekanntlich über viele Jahre hinweg seine Knochen für unsere Eisenbahner hinhielt, seit diesem Sommer das Sagen an der Außenlinie. Im Interview verriet der ehemalige Lok-Spieler, dass er als Stendaler natürlich bestens über den kommenden Konkurrenten Bescheid weiß und sogar beim 5:0 gegen Krieschow im letzten Heimspiel im Stadion war. Hat unser Coach Sven Körner jetzt Angst von seinem ehemaligen Mitspieler, mit dem er eine gute Verbindung hat, "ausgecoacht" zu werden? "Wir werden diesmal sicher nicht aus der Komfortzone eines unbekannten Aufsteigers agieren können, wollen aber natürlich mit unseren treuen Fans im Rücken unsere tolle Serie ausbauen und das Hölzchen zur Festung werden lassen", beruhigt Körner und wer den emsigen Übungsleiter kennt weiß, dass auch er seine Hausaufgaben gemacht hat. Barleben ist schließlich nicht weit weg und so schaute sich Körner die Spiele des FSV gegen Merseburg und Bischofswerda an. "Die erste Elf von Barleben hat eine gute Qualität mit hervorragenden Individualisten, die es heißt in den Grif zu bekommen, daher sehe ich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Chancen stehen 50:50", gibt Körner einen Einblick und sagt weiter: "Wir dürfen keine Standards zu lassen, da Barleben bei ruhenden Bällen enorm gefährlich ist. Dennoch bleiben wir unserer Linie treu und gucken zuerst auf uns. Im Gegensatz zum letzten Spiel müssen wir deutlich mehr Chancen kreieren. Offensiv war das in Kamenz dürftig, es fehlte die Durchschlagskraft. Außerdem haben wir in allen Phasen ein wenig das nötige Tempo vermissen lassen, das muss sich ändern, genauso wie die Genauigkeit im Umschaltspiel."

Unter der Woche wurde beim Training daher besonders viel Wert auf Ballbesitz-Fußball und Umschaltaktionen gelegt. Personell gestaltet sich die Lage diesmal ein wenig rosiger. Auf jeden Fall wieder im Kader stehen wird Martin Gebauer. Zwar ist der Bruch des Jochbeinbogens noch nicht komplett ausgeheilt, Baui hat aber eine Maske zur Verfügung. Zwar wieder im Training, aber noch mit zu viel Rückstand ist Nils Breda. Gleiches gilt für Martin Hermenau. Dafür müssen Trainerteam und Mannschaft die bittere Pille schlucken, dass Abwehrstratege Marcel Werner mindestens vier Wochen ausfallen wird. Werner erlitt im Kamenz-Spiel eine Knochenabschlitterung und muss operiert werden. Körner rechnet mit mindestens vier Wochen Pause.