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Duell zweier Gleichgesinnter

Im Duell der Aufsteiger und Landesmeister erwartet der Tabellensiebte 1. FC Lok Stendal am 12. Spieltag der Oberliga Süd den Rangfünften. Ab 13 Uhr ist am morgigen Samstag die Torfabrik des FC Eilenburg zu Gast im Stadion am Hölzchen.

Gegen einen kollektiven Jubel hätte im Hölzchen morgen niemand etwas einzuwänden...

"Das wird für uns eine schöne Aufgabe in der Defensive", sieht Trainer Sven Körner der kniffligen Aufgabe gegen die Sachsen entgegen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der FCE ein Aufsteiger ist, verwundert besonders ein Blick auf die Tordifferenz. Mit satten 22 erzielten Treffern belegt der kommende Gegner in dieser Statistik den zweiten Platz. Auch auswärts gehören die Eilenburger mit 10 Punkten aus fünf Spielen zu den Besten. Die letzte Liga-Niederlage, ein 0:2 gegen Plauen, liegt über zwei Monate zurück, seit dem 10. September sind die Sachsen in der Liga ungeschlagen. Zuletzt beeindruckten die Nordsachsen mit einer knappen 0:1-Niederlage im Testspiel gegen Drittligist Chemnitzer FC.

Beide Vereine haben ziemlich viele Gemeinsamkeiten. Beide stiegen als Landesmeister in die Oberliga auf und starteten dort extrem ordentlich. Beide Teams haben viele junge Spieler und zudem junge Trainer, die sich nicht dem Gegner anpassen, sondern lieber ihr Spiel durchdrücken wollen.

Angst und Bange ist Körner angesichts der dünnen Personaldecke und des Kalibers des kommenden Gegners nicht, wie immer gibt er sich optimistisch: „Ich weiß, dass die Jungs wie schon in Haldensleben alles in die Waagschale werfen werden. Wir haben eine Idee und werden versuchen die Partie offen zu gestalten. Die Eilenburger sind körperlich sehr robust und haben besonders auf den Außenbahnen eine enorme Geschwindigkeit und starke Angreifer. Brandon Stelmak ist eine ‚Maschine‘, er ist torgefährlich und reißt Räume auf, in dem er möglichst viele Verteidiger um sich bindet.“


Es sind weniger die drei Ligapleiten in Folge, die im Lok-Lager nachdenklich machen, sondern eher die Frage welche Mannschaft der Trainer angesichts der zahlreichen verletzten und gesperrten Spieler diesmal aus dem Hut zaubert. Mit Moritz Instenberg (Kreuzbandriss), Nils Breda (Knie), Marcel Werner, Vincent Kühn (beide OP) und Martin Krüger (krank) fallen gleich fünf tragende Säulen verletzungsbedingt aus. Zu allem Überfluss fehlen Niclas Buschke und Christos Ieridis nach ihren Platzverweisen in Gera. Da ist es schon ein Segen, dass Juninho (nach Muskelfaserriss), Johannes Mahrhold (Bandüberdehnung im Sprunggelenk)
und Benjamin Bubke (nach Krankheit) zurückkehren. Das Trio hat zwar noch nicht viel trainiert, ist aber eine Option für den Kader. Mit Pascal Lemke, Hardy Wolff und Maurice Schmidt werden auch wieder drei A-Junioren zum Kader gehören.