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Ein glücklicher Punktgewinn

SG Union Sandersdorf - 1. FC Lok Stendal 2:2 (2:1).

 

Aus Sandersdorf berichtet Auswärtsfahrer Wolfgang Klostermann.

Ist der Knoten geplatz? Juninho traf per Kopf zum 2:2-Endstand in Sandersdorf.

Ohne die etatmäßigen Innenverteidiger Werner (operiert) und Schaarschmidt (verletzt) trat Lok beim Landesrivalen Union Sandersdorf  zum 4. Auswärtsspiel in der Oberligasaison an. Dafür rückte Groß in die Innenverteidigung und Gebauer spielte von Anfang an auf der gewohnten Außenverteidigerposition. Buschke und Martin Krüger (!) saßen erstmals auf der Bank.

Man sah den Gastgebern an, dass sie in diesem Spiel etwas reißen wollten, sie standen sehr hoch, spielten sofort aggressiv gegen Ball und Mann. Dadurch gelang es den Hausherren den Spielfluss der Stendaler gehörig zu stören. Zumindestens in den ersten 15 Minuten. Dann fanden die Gäste besser zu ihrem Spiel und auch zur ersten echten Chance. Wie schon gegen Barleben wurde diese auch prompt verwertet und zwar richtig sehenswert. Gebauer flankte halbhoch in den Strafraum, wo Kühn mit einem gekonnten Kopfball ins lange Eck dem Sandersdorfer Keeper nicht die Spur einer Chance ließ. Dies geschah in der 21. Minute. So könnte es weiter gehen, aber Sandersdorf machte da nicht mit. Nur zwei Minuten später bekam Lok auf der linken Abwehrseite den Ball nicht unter Kontrolle und so erreichte eine scharfe Flanke den Sandersdorfer Gängel, der das Leder in Tor-des-Monats-Manier volley ins rechte Tor-Eck drosch. Keine Chance für Giebichenstein. Anders wiederum zwei Minuten später. Ein von Sandersdorf an den Strafraum geschlagener Ball sprang direkt vor Groß auf, dieser bekam das Spielgerät aber nicht unter Kontrolle- Da Giebichenstein zu allem Überfluss nicht aggressiv genug herauskam, bedankte sich Unions Dochmann als lachender Dritter artig undtraf ins leere Tore. Das Spiel war gedreht. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel.

In der Pause kam Buschke für Salge. Der Eingewechselte sorgte auch gleich für Gefahr. Sein sehenswertes Solo auf der Außenbahn brachte aber nichts ein, da kein Spieler im Zentrum gefunden wurde. Nun gestaltete sich ein offener Schlagabtausch. In der 52. Minute parierte Giebichenstein in toller Manier ab. Wenig später setzte sich Nellessen halbrechts durch, doch der Ball versprang ihm beim Pass in die Mitte... Dann der Moment für Marques Pereira Martins, genannt Juninho. Nach einer Ecke von Erdmann kann den Ball Freund und Feind nicht erreichen, das Spielgerät tropft vor dem überraschten Torhüter der Sandersdorfer auf, aber Juhinio reagiert am schnellsten und drückte den Ball nach 'zig gefühlten Jahren der Erfolgslosigkeit mit dem Kopf zum Ausgleich über die Linie. Dann gab es noch die größte Chance der Hausherren. Den eingewechselten Zivcec erreichte allein vor dem Lok-Tor ein Pass von Linksaußen, doch der Joker stach nicht und verfehlte sein Ziel. Der Sandersdorfer Co.-Trainer meinte nach dem Spiel, dass es wesentlich schwieriger war den Ball vorbei zu schieben, als ins Tor zu treffen. Aber dies ist nun mal Fußball...

Sven Körner war mit dem Unentschieden sichtlich zufrieden, zumal das Spiel seiner Mannschaft in einigen Belangen diesmal nicht ganz seinen Erwartungen entsprach.

Etwas Besonderes zum Schluss: Lutz Stenzel, seines Zeichen Bäckermeister in Sandersdorf, Vater vom SG-Trainer und jahrelanger Fan von Lok gab für die rund 30 mitgereisten Fans und auch Sandersdorfer Anhänger eine Runde Kaffee und Kuchen aus-auch das ist Fankultur.

Torfolge: 0:1 Kühn (21.), 1:1 Gängel (23.); 2:1 Lochmann (25.); 2:2 Juninho (66.)

Lok: Giebichenstein; Gebauer, Groß, Mahrhold, Iereidis, Schubert (G), Kühn, Salge (46. Buschke), Erdmann (G), (79. L. Breda), Nellessen (G), Buschke, Gödecke (58. Juninho).

Schiedsrichter: Matthias Alm (Fürstenwalde).

Zuschauer:153, davon 30 aus Stendal