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Einmal wie die ganz Großen

Das war ja mal eine zusätzliche Überraschung. Nicht nur, dass die U15 des 1. FC Lok Stendal beim diesjährigen Pape-Cup gegen die besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands spielen durfte, nein sie wurden auch noch den ganzen Tag von einem Fersehteam des MDR begleitet. So war die Aufregung natürlich riesig. Ständige Begleitung der Kameras und Interviews, das kennen sonst nur die ganz Großen.

Gegen Borussia Dortmund lag in der Lucky-Loser-Runde die Überraschung in der Luft, am Ende hieß es 2:1 für den BVB. Foto: Pape-Cup

Und so begannen die Peters-Schützlinge auch sehr couragiert. Die ersten Torchancen waren auf Seiten der Stendaler, doch schon mit dem ersten Gegenangriff trafen die Hoffenheimer zum 0:1. Davon beeindruckt fehlte in vielen Situationen anschließend einfach der Mut. Die TSG spielte ihre Klasse aus und gewann am Ende mit 6:0. Im zweiten Spiel wartete dann Tottenham Hotspur. Hier zeigte sich, dass das englische Zweikampfverhalten einfach cleverer war und Lok technisch nicht in der Lage war, dieses zu umgehen. Die Engländer warteten auf die Fehler der Stendaler und nutzten diese mit schnellem Umkehrspiel zu einem 5:0. Gegen die Borussia aus Mönchengladbach machte die Lok-Mannschaft dann ihr bestes Spiel. Lange hielt man das Spiel offen und es gab mehrere gute Torchancen und wenn Moussa Kamara nicht die Latte sondern das Tor getroffen hätte, wäre die Überraschung möglich gewesen. Im Abschluss sieht man jedoch einen der gravierenden Unterschiede. Als Lok in der letzten Minute alles nach vorne warf, machten die Borussen mit zwei Treffern alles klar.

Im letzten Gruppenspiel mussten die Rot-Schwarzen gegen den VfL Wolfsburg ran und es war zu merken, dass die Wölfe acht Tore brauchten, um noch Gruppenerster zu werden. Doch auch hier hatten die Stendaler ihre Chancen, welche erneut ungenutzt blieben. Der Athltik und Power der Sportschüler war man aber nicht gewachsen. Trotzdem schafften es die Lok-Jungs durch das 0:7 dem VfL den Gruppensieg zu nehmen und wie schon in den Spielen zuvor, raubte Cedrik Schmidt im Stendaler Tor ein ums andere Mal dem Gegner den letzten Nerv.

So musste man zwar wie erwartet mit dem 5. Platz in der Gruppe vorlieb nehmen. In der Lucky-Loser Runde am nächsten Tag dufte man jedoch gegen kein Geringeren als Borussia Dortmund ran. Hier lag sogar eine Sensation in der Luft. Durch sehr gutes Defensiv-Verhalten ließ man kaum Gelegenheiten für den BVB zu und bei einigen Gegenstößen war wiederum ein Treffer möglich. Für die Führung der Borussia  mussten dann auch die Stendaler selber sorgen. Durch ein Missverständnis zwischen Torwart und Spieler fiel das 0:1. 54 Sekunden vor Schluss mussten sie auch noch das 0:2 hinnehmen. Wenig später traf Tony Nguyen doch noch zum Anschluss und hätte Marvin Berg 5 Sekunden vor Ende etwas mehr Härte in seinem Schuss, es wäre sogar noch mehr möglich.

Als Fazit kann man aber der Stendaler U15-Mannschaft einen ordentlichen Auftritt beim diesjährigen Pape-Cup attestieren und die Erfahrung einen ganzen Tag vor der Fernsehkamera zu stehen, wird wohl ewig in Erinnerung bleiben...