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Eisenbahner empfangen Glasmacher

Hält die beeindruckende Serie unserer Oberliga-Aufsteiger vom 1. FC Lok Stendal? Findet es selbst heraus! Am kommenden Sonntag, 15. Oktober, ist der SV SCHOTT Jena ab 14 Uhr zum 8. Spieltag zu Gast in der Festung Hölzchen.

Auch im vierten Heimspiel soll im Hölzchen nur eine Mannschaft jubeln!

Nach drei Heimsiegen und vier Unentschieden in der Fremde dürfte sich spätestens jetzt rumgesprochen haben, dass die Altmärker nicht zu unterschätzen sind. Nicht nur, dass die Körner-Elf den Rückenwind des Landesmeistertitels und Aufstiegs mit in die neue Saison gerettet hat, dürften auch die Nehmer-Qualitäten der Rolandstädter die Konkurrenz beeindruckt haben. Bereits viermal gerieten die Schwarz-Roten in dieser Saison in Rückstand. Während zuletzt im Pokal bei Fortuna Magdeburg und im letzten Heimspiel gegen Barleben die Partien sogar noch gedreht wurden, erreichten die Eisenbahner in Bernburg und Sandersdorf immerhin noch Punkteteilungen.

Darauf kann Trainer Sven Körner diesmal allerdings verzichten: „Wir müssen von Beginn an hellwach sein und versuchen, auch mit der Unterstützung unserer treuen Fans, selbst Akzente zu setzen, um auch nach dem Spiel gegen die große Unbekannte Jena das heimstärkste Team der Liga zu bleiben.“

Apropos Jena. Bereits 1896 gründeten Mitarbeiter des Jenaer Glaswerkes Schott & Gen. einen Sportverein. Zunächst war es ein reiner Turnverein, 1911 gründete sich die Fußballabteilung, die zu DDR-Zeiten unter dem Namen BSG Jenaer Glaswerk am Spielbetrieb teilnahm. Nach Aussage von Lok-Historiker Dirk Schultz gab es bislang erst ein Aufeinandertreffen beider Vereine. In den Aufstiegsspielen zur DDR-Liga gewann der FSV Lok Altmark Stendal am 6. Juni 1990 gegen die BSG Jenaer Glaswerke mit 2:1. Unsere Gäste spielen schon seit vier Jahren in der Oberliga, bislang aber stets gegen den Abstieg. Auch in dieser Saison läuft es bislang mittelprächtig. Nach gutem Start mit sieben Punkten aus drei Spielen setzte es Pleiten gegen Jena II, Bischofswerda und Rudolstadt. Auch im Landespokal ist nach der Erstrundenpleite gegen einen Landesklasse-Vertreter bereits lange Feierabend.

Doch zurück zu unseren Eisenbahnern, die ja bekanntlich eh lieber auf sich selbst schauen. Für die Unternehmung-Heimmacht ist es natürlich auch wichtig, eine schlagkräftige Truppe zusammen zu haben. Ist die Saison noch sehr jung, sind die Verletzungssorgen schon riesig. Sie wurden beinahe von Woche zu Woche größer. Die Verletzungsmisere gipfelte unlängst im Kreuzbandriss von Chefstratege und Mittelfeldmotor Moritz Instenberg. Martin Krüger, der im Vorjahr auf der rechten Seite stets für Torgefahr sorgte, hat in dieser Saison verletzungsbedingt noch kein Spiel bestritten, steht aber am Sonntag erstmals wieder im Kader und ist laut Körner eine Option. Hinten fehlten über die bislang sieben absolvierten Spiele gesehen bereits einige Stützen des Teams. Kampfschwein Martin Gebauer, der zuletzt mit Maske wieder spielen konnte, ist aber ebenso wieder dabei wie Tim Schaarschmidt, der die vergangenen Spiele aufgrund einer Zerrung verpasste. Marcel Werner ist nach seiner Operation zwar nocht nicht wieder im Kader, er macht aber gute Fortschritte. Am Sonntag nicht zur Verfügung stehen werden definitiv Max Salge (Angina) und Nils Breda, dessen Knie erneut Probleme macht. Ein MRT soll bald Aufschluss geben. Pokalheld Martin Gödecke und Vincent Kühn sind beide angeschlagen. Sie werden zwar aller Voraussicht nach im Kader stehen, sind aber nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Verletztenmisere ist aber auch diesmal wieder die Chance für zwei A-Junioren Oberligaluft zu schnuppern. So soll neben Pascal Lemke auch Maurice Schmidt im Aufgebot stehen.

Selbst dieser besonders für einen Aufsteiger schwierigen Situation - relativ kleiner und vor allem unerfahrener Kader - kann Optimist Körner Positives abgewinnen: "Die vielen Ausfälle sind äußerst bedauerlich, aber ich vertraue den Jungs, die da sind. Jeder kämpft für jeden und alle Spieler, die reinkommen werfen sich für die Mannschaft in die Bresche."