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Elf Minuten reichten der kleinen Hertha - Lok ohne Chance bei Onkel Tom

Mit einem stark dezimierten Kader holte sich unsere Mannschaft eine, dann in der Höhe doch überraschende Niederlage in der Bundeshauptstadt ab. Bei Hertha 03 Zehlendorf stand es am Ende 0:6 aus Sicht der Eisenbahner.

Unsere Lok trat in Zehlendorf an, um die Chance zu nutzen, die sie nicht hatte. Nicht nur von der Tabellenkonstellation her, auch vom vorhandenen Spielermaterial wäre alles andere, als eine Niederlage, eine Überraschung gewesen.
Eine Klatsche in dieser Höhe war trotzdem nicht unbedingt zu erwarten. Im Nachhinein war diese aber leistungsgerecht. Ab der 15. Minute keimte dennoch ein wenig Hoffnung auf, als unsere Mannschaft mit zwei guten Möglichkeiten kurz nacheinander offensiv in Erscheinung trat. Erst touchierte ein Freistoß von Erdmann die Latte, danach verzog Kiesse aus guter Position. Das sollte es allerdings in Halbzeit eins für Lok auch schon gewesen sein.
Hertha war ein ganz anderes Kaliber, Huke zerrte an den Fesseln, traf aber anfangs nicht. Stattdessen war Lenny Stein, ein Abwehrrecke mit Gardemaßen, zur Stelle. Nach einer Ecke ließ er Giebichenstein mit einem Kopfball keine Chance. Diesen Standard hätte es allerdings nicht geben dürfen, da diesem eine klare Abseitsposition voraus ging. In der Folge kam es zu den zwei bereits erwähnten Möglichkeiten für die Lok.
Anschließend kam es zur zweiten nicht geahndeten Abseitsstellung. Warwel bekam den Ball von Huke und schloss zum 2:0 ab. Nach weiteren 11 Minuten verzweifelter Abwehr folgten Treffer drei und vier für die Hausherren, Zellner(36.) und Huke(38.) waren erfolgreich. Am vierten Tor war der langjährige Stendaler Benedikt Nellessen beteiligt, sein Heber ging an den Pfosten und Huke musste nur noch einzuschieben.
Die zweite Hälfte begann ohne Wechsel und ähnlich wie die erste Halbzeit. Hertha nahm sich zurück und Lok kam zu Möglichkeiten. So etwa Buschke, der in zentraler Position angespielt wurde, aber den besser postierten Mitspieler nicht sah. Auch wurde ein Strafstoß nach Foul an Hey nicht gegeben. Der Gastgeber spielte sein Ding herunter, mit weiteren zwei Toren durch Huke schlugen sie die Lok das erste Mal seit 1995.

Fazit: Null Siegchancen für Lok, aber dennoch gut gekämpft. Trotz einer Vielzahl an Gegentreffern eine sehr gute Torwartleistung von Bryan Giebichenstein. Im nächsten Spiel wird’s besser!

Bemerkenswert: Obwohl gesperrt, war Marcel Werner auf der Bank präsent und unterstützte zusammen mit dem verletzten Kapitän Philipp Groß sein Team!

Die Stimmen zum Spiel:

Markus Schatte (Trainer Hertha 03):
„Wir wussten um die Situation bei Lok und wollten diese nutzen. Wir waren heute die absolut bessere Mannschaft.“

Lok-Trainer Daniel Fest: „Wir haben heute alles versucht. Schade, dass aus zwei Abseitsstellungen zwei Gegentore fielen. Aber keine Frage, Hertha 03 ist ein Top-Team und hat verdient gewonnen".