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Finaaaale, Stendal ist dabei!

Es ist geschafft! Der 1. FC Lok Stendal steht erstmals seit 15 Jahren wieder im Endspiel um den Fußball-Landespokal. Vor 817 Zuschauern setzte sich der Oberligist bei Verbandsliga-Spitzenreiter SV Blau-Weiß Zorbau knapp mit 1:0 (1:0) durch.

Angefeuert von mehr als 200 Stendalern, die ihren Schwarz-Roten die 200 Kilometer in den Süden unseres Bundeslandes folgten, misslang der Start in die Partie gänzlich. Die Gastgeber überrannten die Stendaler förmlich und so standen nach nur sieben Minuten bereits drei Großchancen zu Buche – zweimal rettete das Aluminum. Erst nach einer Viertelstunde gelang es den Altmärkern sich ein wenig aus der Umklammerung zu befreien. Als Kapitän Philipp Groß mit der ersten Chance auch noch zum diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:0 einschoss, schienen die Gastgeber ein wenig geschockt. Dem Tor ging ein Erdmann-Freistoß, den Groß selbst herausgeholt hatte, voraus. Diesen machte der aufgerückte Werner nochmal scharf, in dem er Martin Krüger auf dem Flügel bediente. „Shinji", wie die 23 von Teamkollegen und Fans genannt wird, hatte dann das Auge für Groß, der großartig vollendete....

Der Rest ist relativ schnell erzählt. Auch wenn die Gastgeber weiter mehr vom Spiel hatten, agierten die Stendaler auch dank einer Umstellung von Trainer Sven Körner nun cleverer und richtig abgezockt. Dementsprechend „schlecht" war die Partie anzusehen. Die Blau-Weißen versuchten es zwar mit allen Mitteln, richtig gefährlich wurde es vor dem Lok-Kasten allerdings nicht mehr...

Als der gute Schiedsrichter Schwermer nach 94 Minuten abpfiff, war die Freude riesig...Mannschaft und Fans feierten gemeinsam und vor allem friedlich auf dem Rasen und dürfen sich neben dem Finale auch auf eine mögliche Teilnahme am DFB-Pokal freuen.

Gegner am 21. Mai wird der Sieger aus Halle-Ammendorf vs. 1. FC Magdeburg sein. Ziehen die favorisierten Landeshauptstädter ins Endspiel ein und werden in der Liga mindestens Vierter, würden sich die Rolandstädter auch im Falle einer Finalpleite das Startrecht im DFB-Pokal sichern und auf den ganz großen Wurf hoffen...

„Wir waren anfangs schon überrascht und hatten auch Glück, nicht in Rückstand zu geraten, danach haben wir das aber richtig gut gemacht. Über 75 Minuten haben wir uns in jeden Zweikampf geworfen und megastark verteidigt. Alle Spieler, egal ob Startelf, Einwechsler haben ein super Job gemacht und selbst die, die nicht im Kader standen, waren ganz wichtig, weil sie die Mannschaft nach vorne gepusht haben. Ein riesen Lob auch an unsere Fans, die richtig Stimmung gemacht haben", erklärte ein sichtlich zufriedener, aber auch völlig erschöpfter Trainer Sven Körner.

Wirklich zur Ruhe kommen die Eisenbahner aber nicht, schon am morgigen Donnerstagabend (19 Uhr) spielt Lok in Barleben, um am Ostermontag zum nächsten Auswärtsspiel ins brandenburgische Krieschow zu reisen!