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Gerechtes Remis

5. Spieltag, Oberliga Süd

SV Einheit Kamenz - 1. FC Lok Stendal 0:0

Aus Kamenz berichtet Edelfan Wolfgang Klostermann

Vor rund 60 mitgereisten Fans, die mit ihrem Reisebus auf der Rücktour liegen blieben und erst 2.30 Uhr wieder in Stendal waren, spielte Lok im sächsischen Kamenz 0:0.

Fünf  Stunden Busfahrt nach Kamenz, dies war eine mentale und physische Herausforderung an die junge Stendaler Mannschaft. Im Ergebnis dieser langen Reise stand ein verdientes Unentschieden.

Lok versuchte sein gewohnt schnelles Umkehrspiel zu praktizieren, aber es blieb vorerst beim Versuch. Es gelang diesmal nämlich nicht oder zu selten, schnell das Mittelfeld zu überbrücken und die schnellen Spieler in Szene zu setzen. Kamenz kam besser in die Partie. Die Gastgeber spielten einfach: Mit langen Pässen, meist auf die linke Außenposition geschlagen, brachten die Sachsen die Altmärker anfangs schon in Bedrängnis. Besonders auffällig war hier Alexander Schidun, der das eine oder andere Mal schon die Abwehr beschäftigte. So geschehen in der achten Minute, in der er die Abwehr überlief, scharf  in die Gefahrenzone passte, aber der Ball nicht verwertet werden konnte. Nach ca. einer Viertelstunde kam Lok besser ins Spiel und setzte die Außen aktiver ein. Durch ein verbessertes Spiel gegen den Ball wurde ein spielerischer Vorteil erreicht. Kamenz ließ jedoch nicht locker und kam in der 24. Minute erneut über Schidun, den die Abwehr jedoch vereint vom Ball trennen konnte, zur nächsten Chance. Die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit eröffnet sich Lok dann in der 27. Minute. Endlich gelang es den Altmärkern mal, sich auf der linken Außenbahn durchzusetzen. Iereidis  schlug den Ball scharf in den Sechzehnmeterraum, aber sowohl Nellessen als auch Kühn verpassten die Eingabe.

Beide Mannschaften erschienen zur 2.Halbzeit unverändert, jedoch nicht in der Spielweise. Der Gastgeber stand nicht mehr so tief und spielte noch aggressiver gegen den Ball. Neben langen Bällen setzten die Lessingstädter nun auch auf Kombinationsfußball. Doch die nächste Chance hat Gödecke, dessen Kopfball nach Flanke von Ierides vom SVE-Keeper in höchster Not über das Tor gelenkt wurde. Über das Tor ging ind er 70. Minute auch ein Torschuss von Buschke. Auf der anderen Seite bot sich den Gastgebern nur drei Minuten später die besten Chance des Spiels. Schidun setzte sich auf der rechten Abwehrseite der Gäste durch und suchte sofort den Abschluss. Dieser fervehlte sein Ziel nur knapp und strich nur knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Die letzten zehn Minuten erwiesen sich für die Stendaler Spieler und die mitgereisten ca. 60 Fans als ewig lang, die Luft war einfach raus. Mit etwas Glück, aber auch mit dem Willen, wenigstens einen Punkt mitzunehmen, überstanden die Altmärker aber auch die Schlussminuten.

Sven Körner meint nach dem Spiel: "Wir haben verdient einen Punkt gewonnen, wenn auch spielerische Momente, wie in den vergangenen Partien, ein besseres Umkehrspiel und das Spiel gegen den Ball nicht ausreichend waren. Viele erste Bälle gingen verloren, aber was wichtig ist, auch das fünfte Spiel haben wir nicht verloren. Abschließend noch einen großen Dank an die mitgereisten Fans."

Der Fanbus hatte auf der Rükfahrt übrigens eine Panne, um 02:30 waren die Schlachtenbummler wieder in Stendal.

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein; Groß, Mahrhold, Schaarschmidt (56. Werner), Iereidis (G); Instenberg, Kühn (77. Salge), Erdmann (56. Juhinio-G), Nellessen (G) Buschke , Gödecke (75. Schubert).

Schiedsrichter: Hagemann (Stahnsdorf).

Zuschauer:203 (davon 60 aus Stendal).