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Hält die Festung stand?

Am morgigen Samstag stehen unsere Eisenbahner vor einem echten Kracher, der an frühere glorreiche Zeiten erinnert. Zu Gast im Hölzchen ist ab 14 Uhr der VFC Plauen.

Die Vogtländer sind derzeit Rangzweiter, punktgleich mit Tabellenführer Bischofswerda und wollen den Spitzenreiter mit einem Sieg Druck machen. Einen echten Torjäger haben die Plauener nicht, verteilen sich die 14 VFC-Treffer doch auf zehn Spieler.

Die Rolandstädter haben die erste Saisonniederlage laut Aussage Körners verdaut: "Am Spieltag war die Stimmung sicherlich nicht die beste, weil die Jungs auch einen großen Anspruch an sich selbst haben. Im Training hat man gemerkt, dass die Mannschaft aber schon wieder total fokussiert war und gegen Plauen Gas geben will. Wir sind super gestartet, haben jetzt das erste Mal das Nachsehen gehabt. Es werden noch weitere Niederlagen kommen, das Wichtige ist, dass wir daraus unsere Lehren ziehen und noch stärker zurückkommen."


Besonders die Tatsache, dass die Gegentore in Leipzig einzig und allein aus individuellen Fehlern resultierten, macht Mut und Sorgen zu gleich. Auf der einen Seite war nicht die taktische Marschroute der Grund für die erste Pleite und auch gegen einen spielerisch starken Gegner wurden nicht unzählige Chancen zugelassen. Auf der anderen Seite sind die Vogtländer spielerisch mindestens genauso stark wie die Leipziger vor Wochenfrist und wissen die kleinsten Fehler zu bestrafen. "Wir müssen einfach noch mehr investieren, um erfolgreich zu bleiben. Wir brauchen auch mehr Emotionen in unserem Spiel und es geht um Intensität. Wir müssen innerhalb unserer Mannschaft permanent auf dem Feld Situationen erkennen, die uns Vorteile bringen!", sieht Körner noch Verbesserungspotential in seiner jungen Truppe.

Personell ist die Lage wie schon seit Wochen angespannt, aber nicht aussichtslos. Neben den Langzeitverletzten Nils Breda und Moritz Instenberg plagten sich unter der Woche Juninho (muskulär) und Steven Schubert (entzündete Hacke) mit Problemen herum und ob sie dabei sind, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Ein großes Fragezeichen steht ebenfalls hinter dem Einsatz von Philipp Groß. Der Kapitän laboriert an einem Bluterguss auf dem Spann. Marcel Werner befindet sich zwar weiter im Aufbautraining, ist aber noch keine Option für den Kader. Dafür kehrt Max Salge, der seine Krankheit auskuriert und bereits wieder trainiert hat, wieder zurück.  

Die Partie Altmark contra Vogtland gab es übrigens schon sechs Mal. In den Jahren 1996-1999 kam es in der Regionalliga Nord-Ost zu sechs Duellen, vier gingen an Gelb-Schwarz, zwei an Schwarz-Rot. An ein Match, welches fast genau 20 Jahre zurück liegt, erinnern wir uns gern. Am 2.11.1997 gewann Stendal in der Wilhelm-Helfers-Kampfbahn mit 3:2. Nach der Führung durch Enrico Neitzel schenkte die Urbanczyk-Elf den Vorsprung her und geriet in Überzahl sogar in Rückstand. Doch dann schlug die Stunde von Lok-Legende Rainer Wiedemann. Erst schlug die Tormaschine sehenswert per Seitfallzieher zurück, um im Anschluss nach Foul von Shubitidze vom Elfmeterpunkt den 3:2-Endstand zu erzielen...