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Hand in Hand zum DFB-Pokal-Heimspiel

Zur „Elefantenrunde" lud am Mittwoch Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz in den Club-raum des Stendaler Stadion am Hölzchen. Genau dort soll nämlich vom 17.-20. August das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem heimischen Oberligsten

1. FC Lok Stendal und Zweitligist DSC Arminia Bielefeld stattfinden. Um dieses Vorhaben und die damit verbundenen Auflagen des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu erfüllen, saßen alle Ämter und Institutionen (Polizei, Feuerwehr, Stadtwerke, Hochbauamt, Ordnungsamt etc.) an einem Tisch.

So sieht die vorläufige Planung aus. Alles wartet nun auf die Entscheidung des DFB.Foto: Jürgen Lodders / Grafik: rh

Als Eigentümer des Stadions und Stadtoberhaupt stellte der Oberbürgermeister gleich klar, dass er alles in seiner Macht stehende tun werde, um dieses Highlight in die Tat umzusetzen. Also anders noch, als beim Landespokalfinale gegen den 1. FC Magdeburg, welches der Landesverband (FSA) kurzfristig nach Stendal vergeben wollte. „Diesmal haben wir im Gegensatz zum Landespokalfinale nicht nur eine Woche, sondern eineinhalb Monate für die Vorbereitung. Ziel ist es ganz klar, dass das Spiel in Stendal stattfindet", erklärte der Schmotz.

Im Anschluss übernahm Dirk Schultz, Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Lok Stendal, das Wort und umriss kurz, was der DFB an Bedingungen für eine Ausrichtung eines Pokalspiel stellt. Satte 82 DIN A4-Seiten umfasst das Schreiben, welches dem Fünftligisten aus Frankfurt (Sitz des DFB) zuging. Bis Ende Juni galt es eine 15-seitige Erklärung zu verfassen, in denen die wichtigsten Fakten ähnlich einem Patientenfragebogen angekreuzt werden. Da diese die Unterschriften von Polizei, Feuerwehr, Rettungs- sowie Sicherheitsdienst usw. umfassen muss, kamen nun alle zusammen.

Ohne ins Detail zu gehen, sind die für die Fans interessantesten Ergebnisse folgende: Die Zuschauer Kapazität für das mögliche DFB-Pokal-Spiel in Stendal wird insgesamt 3040 Plätze betragen. Davon stehen für Gäste-Fans 1020 bereit. Auch beansprucht der DFB eine nicht unwesentliche Zahl an VIP-Plätzen für Abgesante und Sponsoren. Aus Sicherheits- und logistischen Gründen (Platz für die TV-Vertreter SKY und ARD/ZDF) würden sich Verein und Stadt Stand jetzt gezwungen sehen, die Hälfte der Sitzplatztribüne sowie den Stadionparkplatz nicht für die Öffentlichkeit freizugeben.

Dies aber alles unter der Prämisse, dass das Spiel auch wirklich in Stendal stattfindet. Darüber entscheidet dann der DFB, der nach Prüfung der 15-seitigen Erklärung in Kürze zu einer Stadionbesichtigung in Hölzchen kommen wird.