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"Im Erfolg macht man die meisten Fehler"

Der fünfte Spieltag in der Oberliga Süd hält für unsere Eisenbahner die erste Auswärtsfahrt nach Sachsen seit über 17 Jahren bereit. Beim Aufsteigerduell gegen den SV Einheit Kamenz wollen unsere Jungs am Samstag ab 14 Uhr dem bislang üppig gefüllten Punktekonto weitere Zähler hinzufügen.

Wollen am Samstag wieder jubeln: Unsere Innenverteidiger Tim Schaarschmidt und Johannes Mahrhold.

Nach den bis dato überzeugenden Eindrücken befinden sich die noch ungeschlagenen Rolandstädter auf einem Höhenflug. Zwei überzeugende Heimsiege und zwei ordentliche Unentschieden in Halle und Bernburg bescherten der Körner-Elf Tabellenplatz vier. Zwar will niemand aus dem Lok-Lager im Freistaat einen jähen Abbruch der für einen Aufsteiger grandiosen Serie, doch ist wohl kaum damit zu rechnen, dass die Stendaler die ganze Saison über ungeschlagen bleiben. Die Devise lautet also Freude ja, abheben nein. "Wir sind sehr gut in die Saison gekommen, werden aber weiterhin in jedem Spiel an unsere Grenzen oder darüber hinaus gehen müssen, um möglichst viele Punkte zu sammeln und die Entwicklung der jungen, noch unerfahrenen Mannschaft voranzutreiben. Den guten Saisonstart, den sich die Mannschaft dank ihrer beherzten Auftritte verdient hat, nehmen wir gerne so mit, lassen uns aber nicht von der Tabellensituation blenden. Auch werden wir nicht von unserem Ziel, die Klasse zu halten, abrücken. Im Erfolg macht man die meisten Fehler", erklärt Trainer Sven Körner, der seine Mannschaft für geerdet genug hält und nicht befürchtet, dass sie sich über- bzw. die Gegner unterschätzt.
Diese Gefahr ist beim kommenden Gegner zumindest aus Sicht der bisherigen Resultate nämlich gegeben. Der Aufsteiger aus Sachsen ist zwar mit einem Heimsieg über die Reserve des FC Carl Zeiss Jena gut gestartet, blieb aber in den letzten drei Partien gegen Bischofswerda (0:3), Rudolstadt (0:3) und Bernburg (0:1) ohne Punktgewinn und eigenen Torerfolg. Lok, das im Gegensatz zu den Sachsen gegen Berburg und Rudolstadt punktete, ist zwar folgerichtig nicht nur vom Papier her der Favorit, Körner erwartet dennoch einen harten Kampf: "Kamenz ist gut gestartet, hatte zuletzt aber negative Resultate. Gegen Bernburg ging das Spiel erst in den Schlussminuten verloren. Wir müssen gegen einen völlig unbekannten Gegner von Beginn an auf der Hut sein und vor allem auf unsere Leistung schauen. Nicht zu vergessen, dass wir eine riesige Anfahrt haben. Der Kopf muss die Beine tragen. Gerade vor den eigenen Fans wird Kamenz versuchen den Bock endlich wieder umzustoßen. "
Apropos Fans. Davon werden auch aus Stendal eine ganze Menge die Auswärtsfahrt mitantreten. Auf Fan-Initiative wurde ein Reisebus gechartert, der morgen früh mitrund 50 Fans an Bord die Reise ins rund 350 Kilometer entfernte Kamenz vor den Toren Dresdens bzw. Bautzens aufbricht.
Personell gestaltet sich die Lage ähnlich wie vor Wochenfrist. Hermenau, Krüger, Nils Breda und Martin Gebauer, der trotz Maske aufgrund von Trainingsrückstand noch nicht zum Kader gehört, fehlen definitiv. "Benjamin Bubke und Tim Seidel-Holland werden die U23 verstärken. Für die Jungs ist es wichtig Spielpraxis und Spielhärte zu sammeln", erklärt Körner. Dafür ist Lukas Breda, der zuletzt beruflich verhindert war, mit von der Partie.