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Körner-Elf und Merseburg trennen sich 1:1

Die Verbandsliga-Mannschaft des 1. FC Lok Stendal bleibt in der laufenden Saison auch nach neun Partien ungeschlagen. Das Heimspiel gegen den Staffel-Favoriten VfB IMO Merseburg endete am Sonntagnachmittag mit einem 1:1-(0:0)-Unentschieden. Für die Rolandstädter traf im Stadion „Am Hölzchen“ Benedikt Nellessen. Die Schützlinge von Cheftrainer Sven Körner sicherten damit den zweiten Tabellen-Rang und blieben punktgleich mit dem SV Dessau 05, bei einer Partie Rückstand. Denn am kommenden Samstag müssen die Stendaler zum Nachholspiel beim BSV Halle-Ammendorf (Anstoß 14 Uhr) antreten.

Marcel Werner und Co. bleiben weiter ungeschlagen. (Foto: Stefan Rühling)

Zu Beginn der Partie konnten die 233 Zuschauer im Stadion zunächst aufatmen, denn die personelle Situation hatte sich unter der Woche bei den Gastgebern etwas entspannt. Obwohl in Amsdorf mit dem 4-2-3-1-System erfolgreich, kehrte Sven Körner gegen Merseburg zum bewährten 4-4-2 zurück. Philipp Groß rutschte für Lukas Breda in die Startformation und bildete zusammen mit Marcel Werner die Innenverteidigung vor Torwart Bryan Giebichenstein. Daneben spielten unverändert rechts Martin Gebauer und links Nils Breda. Steven Schubert rückte eine Position vor und bildete wie gewohnt mit Moritz Instenberg die Doppelsechs. Auf den Außenbahnen liefen Niclas Buschke sowie Max Salge, der für Benjamin Bubke in die Partie kam, auf. Der Angriff setzte sich erneut aus Benedikt Nellessen und Martin Gödecke zusammen. Erfreulich war zudem, dass Franz Erdmann und Johannes Mahrhold nach ihren Fußverletzungen wieder auf der Bank Platz nehmen konnten.

Ähnlich wie in der Vorwoche in Amsdorf erwischten die Stendaler einen guten Start. Bereits nach sechs Minuten war es wieder Buschke, der Merseburgs-Keeper prüfen wollte. Allerdings stand der eigene Mitspieler, Gödecke, etwas im Weg, was die frühe Führung verhinderte. Wenig später war Letzterer erneut beteiligt und setzte Nellessen durch einen intelligenten Pass aus dem Mittelfeld in Szene. Der Lok-Angreifer visierte das IMO-Gehäuse an, wo Schlussmann Lukas Wurster in höchster Not zur Ecke klären konnte.

Nellessen trifft zur Führung

Nach 20 Minuten hatten die Gäste etwas mehr Spielanteile, konnten diese aber nicht bis vor das Tor von Giebichenstein zu Ende spielen. Stattdessen setzte es ein Foul nach dem anderen. Beiden Teams war anzumerken, dass sie auf ihre Defensive bedacht waren und nicht ins Hintertreffen gelangen wollten. In der 30. Minute sahen die Zuschauer den ersten Torschuss der Gäste, den Giebichenstein sicher zur Ecke klären konnte. Danach war es wieder die Körner-Elf, die auf die Führung drängte. Zuerst bekam Gödecke mit dem Kopf jedoch nicht genügend Druck hinter eine Buschke-Flanke (37.) und Nellessens scharfe Hereingabe von der linken Seite fand keinen Abnehmer (38.). Eine Zeigerumdrehung später war erneut Nellessen beteiligt, der vor dem Strafraum auf Buschke ablegte. Dessen Schuss ging aber knapp vorbei (39.). Es folgte die erste nennenswerte Torchance der Gäste: Merseburgs Pavel Pfeifer spielte Giebichenstein nach einem schnell ausgeführten Freistoß aus, doch die Lok-Abwehr konnte noch auf der Linie klären (39.).

In der Pause musste Sven Körner verletzungsbedingt wechseln. Max Salge konnte mit muskulären Problemen nicht mehr weiterspielen. Für ihn kam Lukas Breda in die Partie. Nach Wiederanpfiff veränderte sich das Bild wenig: Beide Mannschaften lieferten sich auf dem aufgeweichten Platz einen harten Kampf und schenkten sich nichts. In der 51. Minute versuchten es die Gäste mit einer Hereingabe von rechts, die Werner allerdings problemlos klären konnte. Die Stendaler hatten nun mehr Spielanteile als im ersten Durchgang und drängten immer wieder nach vorn. In der 61. Minute wurden sie dafür belohnt. Über die rechte Seite setzte sich Offensivtank Niclas Buschke bis in den Strafraum durch und ließ dabei gleich zwei Verteidiger stark stehen. Sein Pass ins Zentrum landete beim einlaufenden Nellessen, der die Kugel nur noch über die Linie schieben musste – 1:0.

„OrdentlichesSpiel gegen starken Gegner“

Der Jubel bei den Gastgebern und ihren Fans war groß, gleichwohl war Coach Körner direkt weiter auf Sicherheit und den zweiten Treffer bedacht. Die ganze Mannschaft agierte gut gegen den Ball und nutzte Umschaltmomente für schnelle Konter. So war es in der 74. Minute Nellessen, der nach einem Zuspiel von Gödecke an der Mittellinie über die linke Seite bis zum Strafraum marschierte, dort aber an Schlussmann Wurster scheiterte. Sechs Minuten später verpasste Gödecke eine Gebauer-Flanke von rechts nur knapp. Die Lok-Kicker waren dem zweiten Treffer nahe, als aus dem Nichts der Ausgleich fiel. Mit einem strammen Schuss markierte Fabian Schößler das 1:1 (83.). Danach passierte nicht mehr viel, beide Mannschaften blieben zwar aktiv, legten sich aber auf das Remis fest.

Sven Körner: Meine Mannschaft hat heute gegen einen starken Gegner ein sehr ordentliches Spiel gemacht. Unsere Defensive war die Basis dafür, dass Merseburg in der ersten Halbzeit nur eine Chance aus dem Spielgeschehen heraus hatte und auch im zweiten Durchgang bis auf den Treffer nicht gefährlich wurde. Nach der Führung hätten wir unsere Chancen noch effektiver zum zweiten Tor nutzen müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Beim Blick auf den Saisonverlauf können wir mit dem Punkt sehr gut leben. Einzig, dass wir mit Salge und auch Instenberg, der womöglich einen Muskelfaserriss erlitten hat, erneut zwei Verletzte zu beklagen haben, stimmt uns wenig zufrieden.

Das Spiel im Stenogramm:

Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Werner, Groß, N. Breda – Buschke, Instenberg (59. Block), Schubert, Salge (46. L. Breda) – Nellessen, Gödecke (89. Mahrhold)

Tore:
1:0 Nellessen (61.), 1:1 (83.)

Gelbe Karten: Schubert, Gebauer, Gödecke