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Lok-Buch: Es geht voran!

„Wenn wir es nicht machen, wird es keiner machen“, waren sich sich Lok-Historiker Dirk Schultz und der bekannte Stendaler Autor Detlef Koch schon beim ersten Besuch im März letzten Jahres einig über den Grund, warum sie seit geraumer Zeit ein Buch zur Vereinsgeschichte des 1. FC Lok Stendal schreiben. Kürzlich wurde nun ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Lok-Historiker Dirk Schultz (r.) und Hobby-Autor Detlef Koch. die ein Buch über den 1. FC Lok Stendal und dessen Vorgänger-Vereine schreiben, trafen sich am Mittwoch mit Hartmut Holz (l.) für Fotoaufnahmen.

Der Termin der Veröffentlichung des Buches, welches die Historie des Stendaler Fußballs von den Anfängen bis ins hier und jetzt beleuchtet, steht zwar noch nicht genau fest, spätestens zum Jubiläum 111 Jahre Viktoria Stendal im Jahr 2020 soll die Enzyklopädie erscheinen. Viktoria Stendal gilt nicht nur aufgrund der Spielstätte mit dem Stadion am Hölzchen, welches 1929 eingeweiht wurde, als Vorgänger des jetztigen 1. FC Lok Stendal.

Enzyklopädie klingt erst einmal staubtrocken, zumal in diesem Werk Spielzeit für Spielzeit abgearbeitet werden soll. Doch staubtrocken soll das Buch, bei dem es sich weder um ein reines Bilderbuch noch um ein statistisches Nachschlagewerk handeln soll, auf keinen Fall werden. „Das Buch wird nicht nur für Stendaler interessant sein, sondern Fußballinteressierte aus ganz Ostdeutschland ansprechen. Selbst Leute, die nicht zum Fußball gehen, werden interessante Anekdoten finden", sind sich die beiden Autoren sicher.

Geschichten über gemeinsame Teamurlaube mit den ganzen Familien und ein Trainingslager im Ausland sind ebenso zu lesen, wie ganz banale Sachen. Warum hieß das Stadion jahrzehntelang „Wilhelm-Helfers-Kampfbahn" oder warum sind die Vereinsfarben Schwarz-Rot? Diese und unzählige weitere hochinteressante Geschichten wurden bereits dank tatkräftiger Hilfe festgehalten. Diese Hilfe kam von einstigen Lok-Akteuren wie dem mehrfachen Nationalspieler Wilfried Klingbiel, Peter Güssau, Kurt Liebrecht usw... Genau diese Exponate, darunter unzählige Fotoalben, werden derzeit vom Team um Hartmut Holz von der Druckmanufaktur Stendal in mühevoller Arbeit eingescannt. Die Druckmanufaktur wird es auch sein, die das Buch drucken wird. Am Mittwoch war Hartmut Holz eigens im Hölzchen, um professionelle Fotos von Lok-Devotionalien wie Meisterschale, Pokal usw... zu machen.

Auch wenn große Teile des Buches schon soweit fertig sind – es fehlt noch die Aufarbeitung der Vorkriegszeit – freuen sich die beiden Autoren über weitere Stücke für das Buch. Haben Sie auch noch Zeugnisse zum Stendaler Fußball? Dann melden Sie sich direkt in der Geschäftsstelle des Vereins in der Arneburger Straße (Tel.: 03931 214553), in der Kanzlei von Dirk Schultz (03931/718113) oder per E-Mail an: lok-stendal-geschichte@web.de. Angedacht ist auch, dass im Hölzchen mit den Exponaten langfristig ein Traditionszimmer eingerichtet wird...