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Lok gewinnt Blitzturnier

Oberliga-Aufsteiger 1. FC Lok Stendal setzte sich am Sonnabend beim eigenen Blitzturnier die Krone auf und verwies den FC Stahl Brandenburg, den Regionalen Sportverein Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf 1949 sowie Türkiyemspor Berlin auf die Plätze. Gespielt wurden jeweils 2x30 Minuten.

In dieser Szende trifft Max Salge zum 1:0 im Finale gegen Stahl Brandenburg.

Zum Auftakt trafen unsere Eisenbahner auf den ehemaligen Regionalligisten Türkiyemspor Berlin, der nunmehr in der Landesliga Berlin mit dem neuen Trainer und ehemaligen Spielerberater Lars Mrosko auf Tore- und Punktejagd geht. Bereits nach fünf Minuten traf Martin Gödecke vor rund 100 Zuschauern zum 1:0 für seine Schwarz-Roten. Verpasste Tim Schaarschmidt wenig später aus fünf Metern die Vorentscheidung, machte er es zehn Zeigerumdrehungen später besser. Mit einem wuchtigen Kopfball ließ er dem Berliner Keeper diesmal keine Chance - 2:0 (21.). Noch vor der Pause sorgte Türkiyemspor mit dem Anschlusstreffer wieder für Spannung (26.). Diese kam in den zweiten 30 Minuten allerdings nur bedingt auf. Während es die Hausherren vergaßen für die Entscheidung zu sorgen, gelang es den Gästen nicht mehr in die Gefahrenzone zu kommen. Dadurch stand der Einzug ins Endspiel fest.
Der Finalgegner wurde im Anschluss im Brandenburg-Derby zwischen Landesligist RSV Eintracht und dem FC Stahl Brandenburg (Brandenburgliga) ermittelt. In einer ansehnlichen Partie ging der RSV zunächst durch einen verwandelten Foulelfmeter in Front. Innerhlb von 60 Sekunden drehte der FC Stahl durch einen blitzartigen Doppelschlag die Partie. Nur drei Minuten später schlugen die Brandenburger erneut zu - 3:1. Doch auch dieser Treffer brachte keine Ruhe. Nur vier Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, als der RSV auf 2:3 verkürzte. Die Freude darüber währte aber nicht lange und so stellte Stahl nur eine Minute später den alten Abstand wieder her. Auch wenn der RSV Eintracht kurz vor Schluss noch einmal verkürzte, blieb es nach 60 sehr unterhaltsamen Minuten beim 4:3-Sieg für den FC Stahl, der damit als Loks Finalgegner parat stand. Bevor es aber zum Endspiel kam, traten die beiden unterlegegen Teams zum kleinen Finale an. Nach ausgeglichener ersten Halbzeit, nach der es folgerichtig 1:1 hieß, war es am Ende der RSV Eintracht, der seine Chancen besser nutzte und sich durch ein 3:1 gegen Türkiyemspor Rang drei sicherte.
Im Endspiel wussten die Brandenburger die Hausherren zunächst gut zu beschäftigen, nach je einem schönen Fernschuss auf beiden Seiten kam die Körner-Elf besser in Fahrt. Doch Buschke scheiterte gleich doppelt, zunächst ging ein Schuss knapp drüber (7.) und später agierte Buschke zu lässig und schoss dem Stahl-Keeper genau in die Arme (17.). Dann sollte Buschke aber dennoch glänzen. Und zwar als Vorebreiter für Max Salge, der zum 1:0 einschoss (18.). Bis zur Pause passierte bis auf einen Instenberg-Schuss, der aus guter Position nicht genug Druck hinter den Ball bekam, nichts mehr (27.). Nach dem Wechsel merkte man den Teams an, dass sie mitten ind er Vorbereitung stecken und doch einiges an Körnern gelassen hatten. Erst zehn Minuten vor Schluss nahm die Partie wieder an Fahrt auf - und wie! Nach einem perfekten Ball von Keeper Bryan Giebichenstein, und genauem Pass von Salge kam Stendals neuer Probespieler Patrice Goudou aus zwei Metern völlig frei zum Schuss. Doch irgenwie gelang es dem Jungspund die Murmel aus zwei Metern Entfernung satte fünf Meter über den Kasten und schließlich sogar über dan Fangzaun zu befördern (50). Auf der anderen Seite hatte Stendal dann zunächst Glück, dass ein Schuss ans Lattenkreuz knallte. Mudi Watanabe, ein japanischer Testspieler auf Seiten der Brandenburger, traf aber schließlich doch zum späten Ausgleich - 1:1 (56.). Nun sah alles nach einem Elfmeterschießen aus. Das wollten die Hausherren verhindern, zeigten noch einmal Moral und warfen alles nach vorne. Eine Minute vor dem Anpfiff gab es auch noch die Riesenchance für den 1. FC Lok. Im dritten Anlauf machte es dann Patrice Goudou besser als zehn Minuten zuvor und schoss Lok zum Turniersieg.


"Dafür, dass die Jungs jetzt am körperlichen Tiefpunkt in der Vorbereitung angekommen sind, kann man mit dem Auftritt absolut zufrieden, schließlich war die Belastung in den vergangenen Wochen enorm. Ich denke wir haben ein solides Turnier gespielt", zeigte sich Trainer Sven Körner nach dem Turnier nicht unzufrieden, hat aber auch Punkte ausgemacht, an denen es noch hakt: "In der Arbeit gegen den Ball gibt es noch einiges zu verbessern. Dies gilt ebenso für die Automatismen und Abstimmung in allen Phasen des Spiels. Auch wenn man die Jungs grundsätzlich loben muss, bin ich mit der Vorbereitung stand jetzt, noch nicht ganz zufrieden. Wir haben eine handvoll Spieler, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht den vollen Umfang mitmachen konnten und demzufolge nicht auf dem körperlichen Stand sind, um unser Spiel was Kraft, Power und Athletik betrifft, durchziehen können."
Am Sonnabend fehlten neben den Breda-Zwillingen noch Benedikt Nellessen und Martin Krüger. Zur Probe spielten diesmal Patrice Goudou und Marios Zelekou.
1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Gödecke, Erdmann, Groß, Gebauer, Buschke, Instenberg, Kühn, Schaarschmidt, Werner (Röhl, Bubke, Juninho, Mahrhold, Salge, Schubert, Goudou).