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Lok gewinnt hektisches Spiel in Amsdorf 2:1

Das war stark: Trotz der Ausfälle zahlreicher Leistungsträger blieb die Verbandsliga-Mannschaft des 1. FC Lok Stendal auch am neunten Spieltag der Saison 2016/2017 ungeschlagen. Das Duell beim 1. FC Romonta Amsdorf gewann das Team von Cheftrainer Sven Körner mit 2:1 (1:0). Für die Treffer sorgten Niclas Buschke und Benedikt Nellessen. In der kommenden Woche erwartet die Rolandstädter nun schon das nächste Spitzenspiel. Am Sonntag, 6. November, ist der VfB IMO Merseburg ab 14 Uhr zu Gast im Stadion „Am Hölzchen“.

Niclas Buschke brachte sein Team nach fünf Minuten in Führung. (Foto: Stefan Rühling)

Eines war bereits nach dem vergangenen Spieltag klar: Gegen Amsdorf wird eine andere Lok-Formation auflaufen müssen. Durch die Verletzungen von Martin Krüger und Johannes Mahrhold hatte Körner die schwierige Aufgabe, eine neue Startelf zu finden. Für die zwei und Richard Liebisch, der zunächst auf der Bank saß, spielten Nils und Lukas Breda sowie Benjamin Bubke. Im neuen 4-2-3-1-System rutschte Steven Schubert für Mahrhold aus dem Mittelfeld in die Viererkette um Martin Gebauer, Marcel Werner und Nils Breda vor Schlussmann Bryan Giebichenstein. Davor agierten Moritz Instenberg und Lukas Breda auf der Doppelsechs. Die Offensive bestand aus Bubke links, Niclas Buschke rechts sowie Benedikt Nellessen. Als einziger Angreifer lief Martin Gödecke auf.

Die Stendaler legten auch gleich los wie ein ICE: Mit Vollgas und 40 mitgereisten Fans im Rücken gehörte ihnen die erste Chance des Spiels. Ein Eckball von Instenberg landete in der dritten Minute bei Buschke, der aus fünf Metern zum frühen 1:0 einschob. Das gab den Gästen Selbstvertrauen. In der Folge entwickelten sie einen guten Zug zum Tor und setzten über mehrere Vorstöße durch Bubke, Nellessen und Gödecke nach. Die Gastgeber näherten sich dem Lok-Gehäuse in der 8. Minute erstmals mit einem Flachschuss, was für Giebichenstein keine Herausforderung darstellte.

1:0-Führung zur Pause

Danach entwickelte sich eine Partie mit mehr Spielanteilen für die Gäste, in der Amsdorf erst in der 19. Minute zur ersten Chance ansetzte. Aus der zweiten Reihe ging das runde Leder aber deutlich über das Lok-Tor. Kurz vor der Pause hatte Gödecke die bis hierhin beste Chance seiner Mannschaft. Nach einem Einwurf von Nils Breda konnte er sich schnell drehen und aus gut 20 Metern draufhalten. Der FC-Schlussmann stand jedoch auf seinem Posten und konnte den Einschlag verhindern (43.). Danach gab es nach einer Hereingabe Nellessens von der rechten Seite im Zentrum keinen Abnehmer, so dass es mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drängten die Körner-Schützlinge weiter auf den zweiten Treffer. Aus zirka 22 Metern zog zuerst Instenberg über das Romonta-Tor (52.), bevor Bubke einen vielversprechenden Freistoß aus halbrechter Position knapp am linken Pfosten vorbeilegte (55.). Danach rissen die Amsdorfer die Partie mehr und mehr an sich. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen kleinen Fouls aber wenigen nennenswerten Chancen. Die Rolandstädter versuchten in der Defensive sicher zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen.

Sven Körner zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden

In der 86. Minute belohnten sich die Schwarz-Roten schließlich für ihren Einsatz und Kampf. Nach einem langen Abschlag auf die rechte Seite setzte sich Nellessen gut gegen die FC-Abwehrreihe durch und schob zum entscheidenden 2:0 ein. Dass die Gastgeber in der 89. Minute noch zum Anschlusstreffer kamen, diente nur noch der Ergebniskosmetik, da Schiedsrichter Tim Winkler kurz darauf die Partie beendete.

Sven Körner: Ich möchte meiner ganzen Mannschaft ein Kompliment machen, was sie heute für eine Einstellung an den Tag gelegt hat. Jeder hat seine Räume verteidigt und alle haben als Team kompakt gearbeitet. Durch unsere gute Arbeit gegen den Ball haben wir nur zwei Torchancen aus dem Spiel zugelassen, was für uns spricht. Mit dem frühen Treffer haben wir die Partie in die richtige Richtung gelenkt und hätten noch nachlegen können. Wir hatten zwar weniger Ballbesitz als zuletzt aber das ist auch nicht immer zielführend. Vor dem Tor waren wir sehr effektiv und hätten in der Schlussphase unsere Konter noch besser ausspielen können. Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein und nur das zählt.

Das Spiel im Stenogramm:

Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Werner, Schubert, N. Breda – Instenberg, L. Breda – Buschke, Nellessen, Bubke (58. Salge) – Gödecke (87. Wolff)

Tore: 0:1 Buschke (3.), 0:2 Nellessen (86.), 1:2 (89.)

Gelbe Karten: Nellessen, Bubke, Gödecke