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Lok-Historie als Buch

Dirk Schultz & Detlef Koch bewahren Vereinsgeschichte

Lok-Historiker Dirk Schultz (l.) und Hobby-Autor Detlef Koch haben sich zusammen getan, um ein Buch über den 1. FC Lok Stendal und dessen Vorgänger-Vereine zu schreiben. Beide würden sich über Ihre Mithilfe freuen.

„Wenn wir es nicht machen, wird es keiner machen“, sind sich Dirk Schultz und Detlef Koch einig über den Grund, warum sie seit geraumer Zeit ein Buch zur Vereinsgeschichte des 1. FC Lok Stendal schreiben.
Bislang haben der Lok-Historiker Dirk Schultz und der bekannte Stendaler Buchautor Detlef Koch (u.a. „Stendal - Seine Gechichte(n) und seine Bürger“, „In den Gasthäusern Alt-Stendals“) im stillen Kämmerlein am Buch gearbeitet. „Je mehr Zeit verstreicht, desto weniger Zeitzeugen gibt es, die helfen können“, erklärt Dirk Schultz die Entscheidung nun an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Buch setzt bei der Gründung von Viktoria Stendal im Jahr 1909 an und soll bis ins hier und jetzt reichen. Viktoria Stendal gilt nicht nur aufgrund der Spielstätte mit dem Stadion am Hölzchen, welches 1929 eingeweiht wurde, als Vorgänger des jetztigen 1. FC Lok Stendal. Im Buch, dass in drei oder vier Jahren erscheinen soll, wird Spielzeit für Spielzeit abgearbeitet.
Dabei ist Beiden wichtig, dass es sich weder um ein reines Bilderbuch noch um ein statistisches Nachschlagewerk handeln soll. „Das Buch wird nicht nur für Stendaler interessant sein, sondern Fußballinteressierte aus ganz Ostdeutschland ansprechen. Selbst Leute, die nicht zum Fußball gehen, werden interessante Anekdoten finden“, sind sich die beiden Autoren sicher.
Geschichten über gemeinsame Teamurlaube mit den ganzen Familien und ein Trainingslager im Ausland sind ebenso zu lesen, als auch beispielsweise die Geschichte hinter dem Namen „Wilhelm-Helfers-Kampfbahn“. Wussten Sie, dass die Heimspielstätte der Hölzchen-Kicker einst keine Umkleidekabinen hatte und die Teams sich im RAW umzogen und duschten? Oder das Auswärtsspiele nach Kriegsende aufgrund der schlechten Infrastruktur gerne mal zu Tripps über mehrere Tage wurden und beim Freundschaftsspiel gegen Schachtar Donezk mehr Soldaten als Fans im Stadion waren? Diese und unzählige weitere hochinteressante Geschichten wurden bereits dank tatkräftiger Hilfe festgehalten. Diese Hilfe kam von einstigen Lok-Akteuren wie dem mehrfachen Nationalspieler Wilfried Klingbiel, Peter Güssau, aber auch Uwe Buschmann, Jörg Zoppke, Bernd Schönke als auch Kurt Liebrecht und Helmut Hirsch. Dankbar sind die Stendaler beispielsweise auch Menschen, die im Hintergrund für den Stendaler Fußball lebten. So hinterließ die Frau des ehemaligen Kassenprüfers Wolfgang Lüder (gest. 2013) den Lok-Historikern zahlreiche Ordner mit Zeitungsartikeln.
Haben Sie auch noch Zeugnisse zum Stendaler Fußball aus längst vergangenen Tagen in der Vitrine, im Sammelalbum im Keller oder auf dem Dachboden? Dann melden Sie sich direkt in der Geschäftsstelle des Vereins in der Arneburger Straße (Tel.: 03931 214553), in der Kanzlei von Dirk Schultz (03931/718113) oder per E-Mail an: lok-stendal-geschichte@web.de. Egal ob Wimpel, Programmheft, Eintrittskarte, Trikot oder Zeitungsausschnitte – die beiden Autoren freuen sich über alles, was mit dem 1. FC Lok oder seinen Vorgängervereinen wie Viktoria Stendal, der BSG Lokomotive oder dem FSV Lok Altmark zu tun hat! Angedacht ist auch, dass im Hölzchen mit den Exponaten langfristig ein Traditionszimmer eingerichtet wird...