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Luther war am Reformationstag dabei

Der 1. FC Lok Stendal ist am gestrigen Dienstag seiner Favoritenrolle im Achtelfinale um den Fußball-Landespokal bei Verbandsligist VfB Sangerhausen gerecht geworden und ohne Probleme durch ein 4:1 (2:0) in die nächste Pokalrunde eingezogen. Dort wartet nun am 11. November der Haldensleber SC auf die Eisenbahner. Vom Spiel berichtet Auswärtsfahrer Wolfgang Klostermann.

Am Reformationstag, der bekanntlich an den Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren erinnerte, war Luther auch in Sangerhausen zugegen, allerdings nur Namensvetter Alrik Luther, der als Linienrichter fungierte. Nicht zugegen waren aus Stendaler Sicht die verletzten Philipp Groß, Marcel Werner und Juninho. Kurzfristig mussten zudem Johannes Mahrhold und Keeper Dennis Röhl, der im Pokal die Nummer eins ist, passen. Doch Trainer Sven Körner machte aus der Not eine Tugend und nahm die Schmidt-Zwillinge aus der A-Jugend mit. Da Dauerläufer Christos Iereidis eine Pause bekam und auf der Bank Platz nahm, kam Maurice Pascale Schmidt zu seinem Debüt, und zwar von Beginn an.

Und um es vorweg zu sagen: Er machte seine Sache, wie die gesamte Mannschaft, sehr ordentlich. Vom Anpfiff weg arbeiteten die Stendaler stark gegen den Ball und standen den Gastgebern permanent auf den Füßen. Ganz in Ruhe ließen sie den Ball zirkulieren, spielten auch mal hinten herum und warteten geduldig auf ihre Chancen. Die ergaben sich dann auch zwangsläufig und wurden zudem meist spielerisch schön anzusehen herausgespielt. So traf zunächst Vincent Kühn (15.) nach Buschke-Vorarbeit und dann „Kopfball-Ungeheuer" Tim Schaarschmidt nach einer Erdmann-Ecke (23.).

Da die Rolandstädter auch nach dem Seitenwechsel keinen Gang rausnahmen, waren die Tore von erneut Kühn und Joker Martin Krüger nur die logische Konsequenz. Zwischenzeitlich hatte Sangerhausen zum Ehrentor getroffen. "Wir haben in den ersten 25 bis 30 Minuten ein ordentliches Tempo vorgegeben und verdient mit 2:0 geführt. Alles in allem haben wir über 90 Minuten den Ball und Gegner unter Kontrolle gehabt und einen souveränen Sieg eingefahren", zog Trainer Sven Körner ein Fazit.

Gleich nach Abpfiff wussten die Altmärker auch schon, mit wem sie es im Viertelfinale am 11. November zu tun bekommen. Bereits in der Halbzeitpause der Pokalpartien wurde in Arnstedt die nächste Runde ausgelost. Stendals Gegner sollte der Sieger der Partie Haldensleben (Verbandsliga) contra Barleben (Oberliga) sein. Da sich der HSC am Ende gegen neun Barleber mit 2:0 etwas überraschend durchsetzte, trifft Lok auswärts auf Haldensleben. "Haldensleben ist eine Mannschaft, die unglaublich schwer zu bespielen ist, defensiv absolut kompakt steht und mit einem wahnsinnig geradlinigen Umschaltspiel daher kommt. Wir haben dieses Jahr aber eine große Chance im Pokal weit zu kommen und wollen dies nutzen", hat der Coach genaue Vorstellungen.

 

Tore: 0:1 Kühn (15.), 0:2 Schaarschmidt (23.), 0:3 Kühn (67.), 1:3 Henning (72.), 1:4 Krüger (80.)

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Schaarschmidt, Kühn, Schubert (57. Krüger), Bubke, Erdmann, Schmidt, Gödecke, Nellessen, Buschke (68. Salge).

Zuschauer: 158.