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Mit Volldampf in die Oberliga

Fußball-Herz was willst du mehr? Vor beeidruckender Kulisse von rund 700 Fans gewann der 1. FC Lok Stendal den Oberliga-Auftakt bei bestem Fußballwetter mit 2:0 (2:0) gegen den FC Einheit Rudolstadt und legte einen Start nach Maß hin.

Hier köpft Tim Schaarschmidt zum 1:0 ein.

Benedikt Nellessen netzt in dieser Szene zum 2:0 ein.

So rosig das auch alles klingen mag, die ersten Oberliga-Minuten waren zumindest aus Lok-Sicht noch äußerst gewöhnungsbedürftig. Die Gäste übernahmen von Beginn an die Kontrolle und drängten die Eisenbahner schnell in die Defensive. Vor allem der physisch enormen Präsenz der Rudolstädter hatte die Körner-Elf zunächst wenig entgegen zu setzen.

Aber die Rolandstädter, deren Anfangself einzig und allein aus den Aufstiegshelden bestand, kämpfte sich in die Partie. Angefangen von der gleich zu Beginn unter Druck stehenden Defensive, die alles reinwarf und irgendwie immer noch ein Bein dazwischen bekam, gelang es der Heimelf sich nach gut 20 Minuten aus der Umklammerung der Thüringer zu befreien. Die Stendaler agierten mutiger und dann wurde es auch schon gefährlich. Nachdem sich Niclas Buschke erstmals durschetzen konnte und das Leder über Martin Gödecke ins Zentrum befördert wurde, rutschte Max Salge um nur wenige Zentimeter am Glück vorbei. Nun mekrten die Hausherren, dass hier und heute etwas geht. Nach einer Ecke brannte es lichterloh im Einheit-Strafraum, doch trotz gleich mehrerer Abschlüsse, wurde die Kugel immer wieder kurz vor dem Einschlag abgeblockt. Keine Zeigerumdrehung später war es aber soweit. Bei einer erneuten Ecke köpfte Innenverteidiger Tim Schaarschmidt zum 1:0 ein (25.).

Die Oberliga erprobten Gäste waren allerdings nicht um eine Antwort verlegen. Reklamierten die Gelb-Grünen zunächst ein Foul im Lok-Strafraum, scheiterte Rudolstadts Kapitän nur kurz darauf mit einem Heber, der auf dem Tornetz landete. Genau in dieser Drangphase schlug Stendal noch einmal mit einem Nadelstich zu. Ein Freistoß im Mittelfeld wurde schnell ausgeführt und fand Buschke auf dem Flügel, dieser hatte auch ausreichend Zeit zum Flanken und fand Benedikt Nellessen im Zentrum, der gekonnt einnetzte - 2:0.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste erneut auf einen Treffer zu drängen, doch mit einer enorm kämpferischen Einstellung gelang es den Einheimischen immer weider Überzahlsituationen zu schaffen und den Gegner somit am Abschluss zu hindern. Auch wenn die Gäste im Verlauf der zweiten Hälfte deutlich mehr Spielanteile hatten, fiel ihnen im letzten Drittel doch relativ wenig ein. Lange Bälle waren die Folge. Gefährlich wurde es weiterhin eigentlich nur auf der Gegenseite. Durch einige gekonnte Nadelstiche, besonders durch schnelle Umschaltsituationen, blieben die leidenschaftlich kämpfenden Altmärker stets brandgefährlich. Da aber sowohl die Körner-Elf, als auch die Gäste, die kurz vor Schluss noch eine Großchance verbuchten, nicht mehr trafen, blieb es beim vielumjubelten gelungenen Heimdebüt.

1. FC Lok Stendal: Bryan Giebichenstein - Martin Gödecke (90. Lukas Breda), Franz Erdmann, Philipp Groß, Martin Gebauer, Niclas Buschke, Moritz Instenberg, Benedikt Nellessen (74. Christos Lereidis), Max Salge (80. Steven Schubert), Tim Schaarschmidt, Marcel Werner.

FC Einheit Rudolstadt: Max Bresemann - Lukas Schirrmeister, Markus Güttich, Tom Eichberger, Marco Riemer, Benjamin Bahner, Nico Becker (50. Philipp Serrek), Thomas Thönnessen (63. Niklas Möhrlein), George Seturidze, Lukasz Derbich, Sven Rupprecht (73. Tom Gründig).

Tore: 1:0 Tim Schaarschmidt (25.), 2:0 Benedikt Nellessen (32.).

Schiedsrichter: Justin Weigt (Nico Dreschkowski, Stefan Hübner).