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Morgen Blitzturnier im Hölzchen

Am morgigen Sonnabend findet im Stendaler Hölzchen ab 13 Uhr ein Blitzturnier statt. Neben Gastgeber 1. FC Lok Stendal sind Türkiyemspor Berlin, der FC Stahl Brandenburg und der RSV Eintracht 1949 mit von der Partie.


Im Hinblick auf die Anfang August mit einem Heimspiel gegen Rudolstadt startende Oberliga-Saison stehen für die Hölzchen-Kicker nach den Vergleichen mit Nordhausen, Brachstedt, Klötze und Preussen Magdeburg
somit zwei weitere Spiele auf dem Programm.
Gespielt wird am morgigen Sonnabend pro Spiel je 2x30 Minuten. Los geht es um 13 Uhr mit der Partie der Gastgeber gegen Türkiyemspor Berlin. Im zweiten Spiel stehen sich Stahl Brandenburg und der RSV Eintracht gegenüber. Im Anschluss spielen die beiden unterlegenen Mannschaften den dritten Platz aus. Folglich bildet die Begegnung der Sieger der ersten Spiele beim Finale den krönenden
Abschluss.
Zu den Gegnern. Der Regionale Sportverein Eintracht Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf 1949 e.V., kurz RSV Eintracht, spielt in der brandenburgischen Landesliga Nord. Ebenfalls aus Brandenburg kommt der FC Stahl Brandenburg, der in der Brandenburgliga auf Tore- und Punktejagd geht. Bliebe noch Türkiyemspor
Berlin. Der Traditionsclub aus der Hauptstadt erlebte sportlich bereits bessere Tage. 2011 noch in der Regionalliga aktiv folgten in den Folgejahren Abstiege in die Oberliga, Berlinliga und schließlich in die Landesliga Berlin.

Mit Lars Mrosko, der gemeinsam mit Sven Körner den Trainerlehrgang absolvierte, haben die Berliner
einen neuen Coach an der Seitenlinie. Insidern wird Mrosko bekannt sein, stieg er doch nach Jahren als Bundesliga-Scout und Spielerberater aus dem Profifußball aus. Heute trainiert er Türkiyemspor und berät
den englischen Klub Bradford City. In einem kürzlich im Tagesspiegel erschienen Interview sprach Mrosko mit Julian Graeber über seine Vergangenheit.


Herr Mrosko, ist die Sommerpause für jemanden wie Sie, der sich als Fußball-Getriebener bezeichnet, eine schwere Zeit?
Das nicht. Eine richtige Sommerpause habe ich aber auch gar nicht. Als neuer Trainer von Türkiyemspor bin ich mit der Sportlichen Leitung schon mitten in der Planung für die nächste Saison und bei Bradford City ist auch genug zu tun.
Der englische Drittligist, bei dem Sie als Berater tätig sind.
Genau. Der Besitzer Edin Rahic ist ein guter Freund von mir, den kenne ich schon seit mehr als 15 Jahren. Er war damals Scout beim VfB Stuttgart, ich bei TeBe. Seit über einem Jahr berate ich ihn bei neuen Spielern, Mitarbeitern und in anderen sportlichen Dingen. Jetzt in der Transferperiode kommen da schon mal drei Stunden pro Tag zusammen. Aber alles rein freundschaftlich. Hauptberuflich im Fußball zu arbeiten, kann ich mir heute überhaupt nicht mehr vorstellen.
Im Buch „Mroskos Talente“ sagen Sie, dass sie mit dem ganzen Geschäft nichts mehr zu tun haben wollen. Woher der Sinneswandel?
Edin ist ein Freund, da mache ich das gerne. Außerdem bezog sich das vor allem auf das Spielerberatergeschäft. Damit will ich wirklich nichts mehr zu tun haben. Dafür ist mein Leben jetzt zu unbelastet und schön. Seit bekannt geworden ist, dass ich Bradford berate, habe ich einige Anrufe bekommen. Ich nehme mir jetzt aber die Freiheit, nur noch mit Menschen zu reden oder zusammenzuarbeiten, denen ich vertraue. Es gibt vielleicht noch fünf bis zehn Leute aus dem Fußballgeschäft, mit denen der Kontakt nie abgebrochen ist. Auf die anderen kann ich gut verzichten.
Sie arbeiten neuerdings im Bereich Sport bei einer Krankenkasse. Wie lässt sich das mir der Beratertätigkeit in Bradford und dem Trainerjob in der Landesliga vereinbaren?
Als Trainer wollte ich im Sommer eigentlich ein Jahr Pause machen, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Ich hatte Türkiyem sogar erstmal abgesagt. Eine Woche später hat meine Frau aber zu mir gesagt: „Los Lars, mach das! Ohne Fußball gehst du mir in einer Woche sowieso auf die Nerven.“