Neuigkeiten

„Müssen es erzwingen“

Am morgigen Sonntag kommt es im Stendaler Hölzchen ab 14 Uhr zum Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine. Der 1. FC Lok Stendal empfängt die BSG Wismut Gera. Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams im Stendaler Hölzchen liegt übrigens fast auf den Tag genau 51 Jahre zurück. Am 4. Mai 1967 gewann Lok mit 5:0 (4:0) gegen Wismut.

Darf am Sonntag endlich einmal wieder gejubelt werden?

Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sich die BSG zuletzt vom hoffnungslos abgeschlagenen Kellerkind kontinuierlich nach vorne gearbeitet hat und den Klassenerhalt schon fast in Sack und Tüten hat, sind die Altmärker bekanntlich von Woche zu Woche weiter nach unten gerutscht. In den vergangenen fünf Partien setzte es fünf Niederlagen, welche zum Teil sogar äußerst klar ausfielen. Die Gäste hingegen belegen in der Rückrunden-Tabelle den dritten Rang und starteten ihre Aufholjagd durch den 3:0-Erfolg im Hinspiel gegen Stendal.

„Wir haben das Spiel gegen Halle ausgewertet und dabei wurden auch Einzelgespräche geführt. Es hilft nichts auf die Tabelle oder die anderen Mannschaften zu schauen, wir schauen weiterhin nur auf uns, alles andere ist erst einmal scheißegal“, erklärt Trainer Sven Körner und spielt damit auch auf das anstehende Landespokalfinale an. Dieses findet bekanntlich am 21. Mai um 12.30 Uhr im altehrwürdigen Germer-Stadion in Magdeburg statt. „Wir brauchen mehr Spielglück und müssen versuchen es auch ein Stück weit zu erzwingen“, klingt Körner schon weitaus diplomatischer als noch auf der Pressekonferenz nach dem Halle-Spiel am Dienstag, wo er harsche Kritik äußerte und sein Team in die Pflicht nahm.

Einfach wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit morgen auch nicht. „Gera ist fußballerisch gut und hat mit Innenverteidiger Robert Paul, Freistoßspezialist Carsten Weis, zwei schnellen Außen und Zielspieler und Torjäger Andreas Luck außerordentlich gute Spieler in seinen Reihen“, ist der Coach bestens informiert.

Apropos Spieler. Zuletzt fehlten den Eisenbahnern wichtige Spieler und dies wird sich zumindest gegen Gera nicht ändern. Neben dem Langzeitverletzten Moritz Instenberg fehlt auch Stürmer Benedikt Nellessen erneut mit Rückenproblemen. Dem Lazarett hat sich zuletzt auch Marcel Werner angeschlossen. Dieser musste gegen Halle nach nur zehn Minuten verletzt ausgewechselt werden. Ein Faserriss zwingt den Abwehrrecken zu einer mindestens zweiwöchigen Zwangspause. Ob Martin Gebauer, der zuletzt kurzfristig mit einem Pferdekuss ausfiel, am Sonntag wieder zum Kader gehört, entscheidet sich erst kurzfristig. Obwohl Nils Breda seine Rot-Sperre abgesessen hat, wird er ebenso wie Zwillingsbruder Lukas am Sonntag nicht zur Verfügung stehen, beide müssen arbeiten…