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Nächstes Sachsen-Anhalt-Derby

Am morgigen Sonnabend treten unsere Eisenbahner zum nächsten Sachsen-Anhalt-Derby an. Um 13.30 Uhr wird die Partie des 7. Spieltages gegen die SG Union Sandersdorf im Sport- und Freizeitzentrum angepfiffen.

Franz Erdmann, der gegen Barleben mit einem Pferdekuss runter musste, steht für die Partie in Sandersorf wieder zur Verfügung.

Sportlich läuft es derzeit rund beim 1. FC Lok Stendal. Doch es sind mehr als die reinen Fakten. Es ist weitaus mehr als Ergebnis-Fußball, den die Rolandstädter auch in dieser Saison unter Trainer Sven Körner spielen. Sechs Spiele, keine Niederlage. Auswärts drei Remis, daheim drei Siege. Die nackten Zahlen gehen gerade in Anbetracht dessen, dass die Rolandstädter ein Aufsteiger sind, runter wie Öl. Doch vielmehr ist eine stetige Entwicklung zu beobachten, eben jene Entwicklung, die sich der Verein als Philosophie seit einigen Jahren auf die Fahnen geschrieben bzw. in Zement gemeißelt hat. Gerade das Spiel gegen Barleben vor Wochenfrist zeigte, dass die Rolandstädter vollends angekommen sind. Eher bekannt für die perfekte taktische Ausrichtung und den feinen, schnellen Fußball, hielten die jungen Stendaler auch körperlich und mental dagegen.

Wunschlos glücklich ist derzeit im Lok-Lager dennoch niemand. Zu sehr schmerzte die bittere Nachricht von der schweren Verletzung von Strippenzieher Moritz Instenberg. Der Mittelfeld-Stratege hat sich aller Voraussicht nach das Kreuzband gerissen und wird den Altmärkern sehr lange fehlen. „Das ist ganz, ganz bitter. Moritz ist ein enorm wichtiger Spieler für uns. Daher wünschen wir Moritz, dass er schnell wieder auf die Beine kommt", so Sven Körner, der nun die übrigen Spieler in die Pflicht nimmt: „Der Ausfall ist nur schwer zu kompensieren und muss auf alle Schultern verteilt werden, ich bin mir aber sicher, dass die Mannschaft das schafft“. In dieser Situation geht beinahe unter, dass Franz Erdmann, der gegen Barleben auch verletzungsbedingt runter musste, am Samstag wieder zur Verfügung steht und „Kampfschwein“ Martin Gebauer einen Monat nach seinen Jochbeinbogenbruch, wenn auch mit Maske, gegen Barleben sein Comeback feierte. Nicht zu vergessen, stößt Niclas Buschke, der gegen Barleben im Urlaub war, wieder zum Team. Fehlen werden indes weiterhin die Langzeitverletzten Martin Krüger (Aufbautraining), Nils Breda (sammelt in der U23 Spielpraxis) und der kürzlich operierte Marcel Werner, der wenn alles gut geht, „nur“ vier Wochen fehlt. Benjamin Bubke fehlt am Samstag aufgrund eines Umzugs.

Nun zum Gegner, dieser ist diesmal kein Unbekannter. Die SG Union Sandersdorf zählte lange zu den Spitzenmannschaften in der Verbandsliga und stieg vor vier Jahren in die Oberliga auf. Die letzten beiden Aufeinandertreffen endeten jeweils unentschieden. Die bisherige Saison verlief für die SG durchwachsen. Zwei Siege, zwei Remis, aber auch zwei Niederlagen stehen zu Buche. Geschlagen wurden Rudolstadt (1:0) und Merseburg (5:0), Punkteteilungen gab es gegen Jena II (2:2) und zuletzt in Bernburg. Neben der überraschenden 2:5-Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Eilenburg verlor Union nur knapp 1:2 bei Tabellenführer Bischofswerda.

„Natürlich werden wir versuchen unsere Ungeschlagen-Serie auszubauen und wollen dementsprechend auch gegen Sandersdorf nicht leer ausgehen“, gibt Körner die Marschroute aus.