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Remis: Lok und Bernburg trennen sich 1:1

Die Serie geht weiter: Auch im siebten Verbandsliga-Spiel in Folge blieb das Team des 1. FC Lok Stendal am Sonntagnachmittag ungeschlagen. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Cheftrainer Sven Körner trennte sich im heimischen Stadion „Am Hölzchen“ 1:1-(1:1)-Unentschieden vom TV Askania Bernburg. Für die Gastgeber traf Moritz Instenberg. Damit teilen sich die Rolandstädter nun die Tabellenführung mit dem SV Dessau 05, haben jedoch noch eine Partie Rückstand. Am nächsten Samstag, 29. Oktober, steht nun das schwere Auswärtsspiel beim 1. FC Romonta Amsdorf auf dem Programm.

Moritz Instenberg brachte sein Team in Führung. (Foto: Stefan Rühling)

Aufgrund der Verletzungen von Philipp Groß, der immerhin noch auf der Bank Platz nehmen konnte und Franz Erdmann aus der Partie in Dölau musste Körner auf zwei Positionen umstellen. Vor Bryan Giebichenstein formierte sich zunächst die Viererkette mit Martin Gebauer, Marcel Werner, Johannes Mahrhold und Richard Liebisch. Das Mittelfeld bildeten wie gewohnt Martin Krüger, Moritz Instenberg, Steven Schubert und Niclas Buschke. Im Angriff liefen Benedikt Nellessen und Martin Gödecke auf. Die Reservebank schrumpfte aufgrund der beruflichen Ausfälle von Nils und Lukas Breda damit auf nur noch Benjamin Bubke und Groß sowie zwei A-Jugendliche zusammen.

Instenberg mit der Führung

Den ersten Paukenschlag der Partie gab es gleich nach sechs Minuten. Rechtsaußen Krüger musste nach einem Zweikampf verletzt das Spielfeld verlassen. Für ihn rückte Bubke in die Partie. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie zunächst defensiv gut stehen und keine Fehler machen wollten. Dabei hatten die Hausherren mehr vom Spiel und tasteten sich auch langsam an das Bernburger Tor heran. Zunächst war es Instenberg, der sich aus der zweiten Reihe probierte, bis in der 17. Minute die erste nennenswerte Chance folgte. Buschke ließ über die rechte Seite alle Gegenspieler stehen, gab in den Strafraum auf Gödecke, der wiederum auf Nellessen abgeben wollte, doch der TV-Schlussmann kam eher an die Kugel. Nur zwei Zeigerumdrehungen später landete der Ball von Werne bei Schubert. Die Stendaler Nummer neun leitete direkt auf Nellessen weiter, dessen Heber knapp über das Tor ging.

In der 21. Minute folgte die bis dahin beste Möglichkeit zur Lok-Führung: Nach einer Liebisch-Flanke kratzte Askania-Keeper Lucas Schulze den folgenden Schubert-Kopfball noch so gerade aus dem Winkel zur Ecke. Danach sollte der Ball dann aber endlich im Netz zappeln. Ein misslungener Befreiungsschlag der Gäste landete bei Buschke, der schnell zu Gödecke durchsteckte. Letzterer behielt die Übersicht und legte auf den einlaufenden Instenberg quer. Dieser hatte leichtes Spiel und erzielte sein drittes Saisontor. Wenige Augenblicke später hätte Bubke nach einer schönen Gebauer-Flanke das Ergebnis auf 2:0 erhöhen können, doch erneut war Schulze zur Stelle und klärte. Auf der anderen Seite kamen die Gäste in der 31. Minute zu ihrer ersten Chance. Nach der Abwehr von Giebichenstein setzte die Abwehrreihe aber nicht gut nach, so dass Daniel Ochmann in die kurze Ecke einschießen konnte. Danach ging es in die Pause.

Teurer Punkt

Nach dem Seitenwechsel ging es genauso weiter, wie zu Beginn der ersten Halbzeit: Beide Teams waren auf die Defensive bedacht, wobei Lok mehr Zug zum Bernburger Tor hatte und sich ab der 60. Minuten auch wieder gute Chancen erarbeitete. Zuerst konnte die Bernburger Abwehr einen Buschke-Hereingabe in höchster Not klären, bevor in der 66. Minute Schulze seine Mannschaft gegen einen Nellessen-Kopfball im Spiel hielt. In der 73. Minute konnten die Gäste einen Schuss von Philipp Groß, der kurz zuvor eingewechselt wurde, noch so gerade abblocken und nur sechs Minuten später hatte Gödecke die beste Chance der zweiten Halbzeit auf dem Fuß. Nach wunderbarer Kombination über Groß und Nellessen stand er frei vor TV-Torhüter Schulze, verfehlte das Gehäuse jedoch knapp.

In der Folge wechselte Körner erneut und brachte für den an diesem Nachmittag glücklosen Gödecke Ronny Kühn. Der A-Junior feierte damit sein Debüt in der Verbandsliga. Die Schlussphase wurde noch einmal hecktisch und war geprägt von vielen Fouls. Die Gastgeber warfen alles nach vorn, drängten auf den zweiten Treffer. Erst war es Instenberg, der aus kürzester Distanz aber nur den Keeper traf (87.) und danach Werner, dessen Kopfball knapp über das Tor ging. Das Resultat am Ende: Mit der letzten Aktion wurde Johannes Mahrhold in der Nähe der Mittelline schwer gefoult und musste danach ebenso ins Krankenhaus, wie zuvor schon Krüger. Damit ist der Punkt teuer bezahlt.

Sven Körner: Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Zwar haben wir uns viele Chancen erarbeitet, doch dann nicht gut zu Ende gebracht. Auch darüber hinaus haben wir zu viele Fehler gemacht. Damit war die Leistung ausbaufähig. Nichtsdestotrotz ist aufgrund der letzten Ergebnisse auch die Erwartungshaltung an meine Mannschaft gestiegen. Wir sind aber kein Team, welches jeden Gegner gegen die Wand spielen kann. Jeden Ball und jede Chance müssen wir uns hart erarbeiten.

Das Spiel im Stenogramm:

Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Werner, Mahrhold, Liebisch (69. Groß) – Krüger (6. Bubke), Instenberg, Schubert, Buschke – Nellessen, Gödecke (85. Kühn)

Tore: 1:0 Instenberg (22.), 1:1 (31.)

Gelbe Karten: Mahrhold