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Serie gerissen - Kopf hoch Lok!

FC International Leipzig - 1. FC Lok Stendal 2:0 (1:0)

 

Aus dem Torgauer Hafenstadion (Heimspielstätte Inters) berichtet unser treuer Auswärtskorrespondent Wolfgang Klostermann

Für Niclas Buschke und den 1. FC Lok setzte es trotz ordentlicher Leistung die erste, insgesamt aber nicht unverdiente, Pleite der Saison.

Gespannt waren beide Mannschaften aufeinander, allerdings wussten beide, was man vom Gegner erwarten konnte. Beide haben ja bekanntlich eine ähnliche Spielphilosophie, es ging nur darum, sie effektiver durchzusetzen.

Wie im Vorfeld erwartet, ging Inter sofort zur Sache. So bot sich dem agilen Gümüstas die erste Chance bereits in der ersten Minute. Lok spielte aber ordentlich mit, starkes Pressing von beiden Seiten. Oftmals wurde es bei Lok über die berüchtigte Flügelzange versucht gefährlich nach vorne zu kommen. Doch natürlich ist man bei Inter im Vorfeld auch auf den pfeilschnellen Buschke aufmerksam geworden und so hat Inter mit Ntoumperet den schnellsten Mann gegen Buschke gestellt und zum Leidwesen der Stendaler machte er seine Sache gegen unseren Linksaußen sehr ordentlich. In der 14. Minute ein erster Aufreger, Schaarschmidt machte einen eigentlich harmlosen Ball ohne Bedrängnis gefährlich und traf beinahe ins eigene Tor.

Inters Spielweise brachte Lok in Bedrängnis. Schnelle Ballpassagen, vor allem auf die linke Seite, verlangten der Stendaler Abwehr alles ab. In der 19. Minute musste Giebichenstein in höchster Not 30 Meter vor dem Tor die Verteidiger unterstützen. Inter kam trotzdem zum Schuss auf das somit leere Tor – vorbei! Immer wieder brandgefährlich erwiesen sich Inters Hovi (ehemaliger U19 Nationalspieler Finnlands) und der agile Gümüstas. Für lange Bälle waren sie immer annahmebereit und behaupten dann auch die Bälle und brachten sie effektiv an den Mann. So in der 21. Minute, Mahrhold verlor ein Kopfballduell auf Höhe der Strafraumgrenze. Gümüstas nutzte die Gelegenheit und traf aus Mittelstürmerposition aus 14 Metern eiskalt mit einem Flachschuss ins kurze Eck. In der 33. und 34. Minute, die nächsten Aufreger. Erst wurde ein Kopfball von Rode nach einer Ecke extrem gefährlich und konnte von Erdmann gerade noch auf der Linie geklärt werden. In der nächsten Szene verfehlte ein Flachschuss von Hovi das Tor nur um Haaresbreite. Lok schaffte es aber ohne weiteres Gegentor in die Pause. Jedoch hatte sich Juninho kurz vorher verletzt, er blieb draußen, für ihn kam Kühn.

Körner hatte in der Pause seiner Mannschaft einiges zu sagen, aber das war nach einer Minute alles Schnee vom vergangenen Jahr. Schubert verlor den Ball im Mittelfeld, und dann ging es ganz schnell. Der Ball wurde sofort nach innen gepasst, wo sich Hovi aus rund elf Metern die Ecke aussuchen konnte – 0:2.

Wer dachte, Lok ist geschlagen, hatte sich schwer getäuscht. Jetzt gelangen Ballgewinne im Mittelfeld und es wurde nach vorne gespielt, Inter war überrascht. Zuerst eroberte Nellessen den Ball, nutzte seine Schnelligkeit aus und lief der Abwehr auf und davon. Seinen Schuss erwischte der Keeper jedoch mit den Fingerspitzen und lenkte den Ball über den Kasten (55.). Gleich danach in der 57. Minute erneut eine starke Szene für Lok: Eine Erdmann-Ecke köpfte Schaarschmidt an die Latte. Stendal kam nun besser ins Spiel. Nur kurz darauf die nächste Chance, doch auch Buschke verfehlte das Tor knapp. In dieser Phase hatte Lok mehr als ein Tor verdient. Danach waren kaum noch Torchancen zu verzeichnen, Körner wechselte noch Krüger und Gödecke ein, aber es blieb bei diesem doch insgesamt verdienten Sieg für die „Gast-Torgauer“.

Trainer Sven Körner meinte nach dem Spiel eine sehr gute Leipziger Mannschaft gesehen zu haben, lobte aber die Kampfmoral der eigenen Truppe, sieht aber noch viel Arbeit für die nächsten Wochen…

 

 

Torfolge: 1:0 Gümüstas (21.); 2:0 Hovi (46.).

Lok: Giebichenstein; Gebauer, Groß, Mahrhold, Iereidis, Schubert, Buschke (75. Gödecke) Erdmann (G/61. Krüger/G), Nellessen, Juninho (46. Kühn).

Schiedsrichter: Johannes Drößler (Gotha).

Zuschauer:105, davon 39 aus Stendal.