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Spiel verloren, Sympathien gewonnen!

Erwartungsgemäß und zudem noch hoch verloren, dennoch als Sieger vom Platz gegangen sind am Sonntagnachmittag die Fußballer des 1. FC Lok Stendal. Beim Spiel der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde unterlag der Fünftligist dem klar favorisierten Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld nach bärenstarken 60 Minuten am Ende 0:5 (0:1).

Youngster Maurice Schmidt stand überraschend in der Startelf und zahlte das Vertrauen des Trainers durch eine unbekümmerte Leistung zurück. Dementsprechend gefragt war er nach der Partie als Interview-Gast.

Der 1. FC Lok Stendal, hier mit Kapitän Philipp Groß, hielt im DFB-Pokal gegen Bielefeld vor fast 3.000 Zuschauern lange dagegen, am Ende hieß es 0:5 (0:1).

Dass die Eisenbahner vor knapp 3000 Zuschauern im ersten DFB-Pokalspiel seit über 20 Jahren zumindest gefühlt gewonnen haben, dafür sorgte der beherzte Auftritt der Mannschaft und die tolle Organisation von Verein und Stadt.
Eine gute Stunde hielten die Kräfte der Hobby-Kicker gegen die Profis und dementsprechend schwer tat sich der Favorit, daran änderte auch die frühe Führung nicht viel. Erst als den Gastgebern im herausgeputzten Hölzchen die Körner ausgingen und sich die eine oder andere Unkonzentriertheit einschlich, machte Arminia lautstark angefeuert von rund 1.000 Fans Nägel mit Köpfen und die Tore vielen wie reife Früchte.
Wenn es überhaupt einen kleinen Wermutstropfen gibt, ist es die Tatsache, dass der tapfer kämpfenden Körner-Elf ein Ehrentor verwehrt blieb. Dabei zappelte das Leder sogar im Netz der Arminen. Doch nach einem völlig normalen Einsatz von Martin Krüger auf der Außenbahn, der mustergültig den mitgelaufenen Niclas Buschke bediente, sah der Schiedsrichter zum Unmut aller ein Foulspiel des Altmärkers. Wer weiß, was passiert wäre, wenn es zur Pause 1:1 gestanden hätte... Aber hätte, wäre, wenn: der Verein als Ganzes hat die Stadt, ja die Region bestens vertreten und sicherlich Gefallen am großen DFB-Pokal gefunden. Um auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, muss es im Landespokal wieder ganz weit gehen. Aber das ist ebenfalls Zukunftsmusik, jetzt gilt es die ersten Zähler im Kampf un den Klassenerhalt in der Oberliga zu machen. Die nächste Chance dazu bietet sich bereits am kommenden Sonntag, wenn Tennis Borussia Berlin am Hölzchen zu Gast ist.