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Körner-Elf trennt sich 0:0 von Aufsteiger Zorbau

Das war das erste Remis für die Verbandsliga-Mannschaft des 1. FC Lok Stendal in dieser Saison. Zu Gast beim Aufsteiger SV Blau-Weiß Zorbau kam das Team von Cheftrainer Sven Körner am Samstagnachmittag nicht über ein 0:0 hinaus. Die Rolandstädter blieben damit wettbewerbsübergreifend dennoch sieben Partien in Folge ohne Niederlage. Im Klassement konnten die Stendaler ihre Spitzenposition – bei einer Partie Rückstand – verteidigen und stehen einen Zähler vor dem VfB IMO Merseburg.

Im Vergleich zum Heim-Erfolg über den SV Fortuna Magdeburg vor gut einer Woche musste der Lok-Coach nur eine Veränderung vornehmen. Für den privat verhinderten Franz Erdmann kehrte Marcel Werner zurück in die Innenverteidigung neben Johannes Mahrhold. Martin Gebauer und Philipp Groß ergänzten die Viererkette vor Keeper Bryan Giebichenstein. Im Mittelfeld agierten Moritz Instenberg und Steven Schubert wie gewohnt als Doppelsechs und wurden über die Außenbahnen von Martin Krüger und Max Salge unterstützt. Den Angriff bildeten Niclas Buschke und Benedikt Nellessen.

Erst mit etwa zehn Minuten Verspätung wurde die Partie auf dem Zorbauer Sportplatz, der sich nicht im besten Zustand präsentierte, angepfiffen. Ein Schiedsrichter-Assistent hatte Probleme bei der Anreise. Im ersten Durchgang brauchten dann auch die Stendaler einige Zeit, um ins Spiel zu finden, denn die Gastgeber agierten wie erwartet defensiv und gut strukturiert. Ihnen gehörte durch Christopher Luther auch die erste Chance, doch Lok-Schlussmann Giebichenstein war auf dem Posten und konnte die Situation klären (4. Minute).

In der Folge erarbeiteten sich die Körner-Schützlinge erste gute Möglichkeiten durch Nellessen (24.), der nach Flanke von Buschke per Kopf das Zorbauer Tor verfehlte. Nur sechs Zeigerumdrehungen später versuchte es die Stendaler Nummer sieben selbst aus rund 18 Metern, blieb jedoch glücklos. Kurz vor der Pause rettete der Querbalken den Lok-Kickern den Rückstand. Eine Flanke von Max Göhring sprang von dort ins Aus. So ging es torlos in die Kabinen. Die Gastgeber hatten zwar ein leichtes Chancen-Plus, doch die Tabellenführer aus Stendal hatten insgesamt mehr Spielanteile.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Gangart auf dem Platz etwas härter, was gleich drei gelbe Karten innerhalb von nur fünf Minuten für die Gastgeber zur Folge hatte. Lok riss die Partie an sich und dominierte in der Folge mit zahlreichen guten Möglichkeiten. Nach einer Hereingabe von Buschke verpasste Gebauer nur knapp (54.), während nur fünf Minuten später Nellessen auf Buschke auflegte, dessen Schuss aber direkt beim Keeper landete. Zorbau kam in dieser Phase der Partie kaum mehr aus der eigenen Hälfte heraus, während die Körner-Elf immer weiter auf den ersten Treffer drängte.

In der 66. Minute kam Martin Gödecke für Max Salge in die Partie, Buschke zog sich dafür auf die Außenbahn zurück. Der neue Mann stand auch gleich im Mittelpunkt. Nach einem Instenberg-Eckball traf er jedoch nur den Gegenspieler – ansonsten wäre die Kugel im Netz gelandet (70.). Nur eine Minute später fasste sich Buschke erneut aus rund 18 Metern ein Herz, der Ball ging aber knapp über das Tor der Gastgeber. Die Stendaler gaben nicht auf, liefen weiter auf das SV-Gehäuse an. In der 75. Minute streifte Nellessens Volley-Abnahme nach Flanke von Instenberg nur knapp den Kasten und ging erneut drüber. Am Ende gab es gleich neun Karten, ein Treffer fiel jedoch nicht. Erstmals in dieser Saison haben die Stendaler einen Dreier verpasst.

Sven Körner: „Zorbau war der erwartet kompakte Gegner. Er hat uns in der ersten Halbzeit phasenweise das Leben richtig schwer gemacht, wobei in unseren Reihen einige Abläufe auch nicht gestimmt haben. Die Chance zur Führung war da, wir konnte sie jedoch nicht nutzen. Nach der Pause war es ein anderes Spiel, weil die Gastgeber unser Umschaltspiel häufig mit Fouls unterbunden haben. Wir waren jedoch zu hecktisch und ungenau, so dass wir nicht zum Erfolg kamen. Damit geht die Punktteilung in Ordnung, obwohl mehr möglich gewesen wäre.“

Das Spiel im Stenogramm:

Stendal: Giebichenstein – Gebauer, Werner, Mahrhold, Groß – Krüger, Instenberg, Schubert, Salge (66. Gödecke) – Nellessen, Buschke

Gelbe Karte:
Instenberg