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Steilvorlage genutzt – Osternest prall gefüllt

Der 1. FC Lok Stendal hat sich am Samstag selbst ein gelungenes Osterfest beschert und durch einen 6:1 (3:1)-Heimsieg vor 200 Zuschauern seine Spitzenposition gefestigt. Die Steilvorlage, die der BSV Halle-Ammendorf den Eisenbahnern durch den 3:0-Erfolg gegen Stendals ärgsten Verfolger Merseburg am Donnerstag bot, wurde genutzt – und zwar eindrucksvoll.

Bereits nach zwei Minuten schenkte Martin Gödecke dem Aufsteiger das erste Ei ein. Nachdem der Gäste-Keeper den strammen Schuss von Moritz Instenberg aus gut 18 Metern nur nach vorne abwehren konnte, setzte Gödecke mit Köpfchen nach. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da jubelten die Hölzchen-Kicker erneut und machten den Blitzstart perfekt. Und wieder staubte Lok sehenswert ab. Diesmal konnte Dölaus Keeper die Pille nach einem Krüger-Schuss nur zur Seite abwehren, Nellessen reagierte geistesgegenwärtig, ersprintete das Leder und vollendete aus schier unmöglich spitzem Winkel – 2:0 (9.). Nach 17 Minuten stand aber zumindest fest, dass nicht jeder Schuss ein Treffer wird. Nach einer Instenberg-Ecke kam Kapitän Philipp Groß völlig unbedrängt an die Pille, brauchte aber zu lang und so konnte Dölau noch klären. Doch nur sechs Minuten später zeigte Groß, dass er mehr kann, als „nur“ verteidigen. Der Lok-Häuptling ersprintete sich einen langen Ball und vollendete diesmal abgebrüht zur frühen Vorentscheidung – 3:0 (23.). Nun gönnten sich die Stendaler eine kleine Auszeit und Zorbau konnte das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und traf dennoch wie aus dem Nichts heraus zum 1:3 (30.). In der Folge plätscherte die Partie ähnlich wie der einsetzende Regen vor sich hin. Lediglich die Gäste kamen unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch den „Wirsing“ von Wirsing noch einmal gefährlich vor das Tor. Giebichenstein entschärfte den Kopfball aber und hielt ihn sogar fest.

Auch nach dem Wechsel spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. Erst in der 72. Minute gab Lok wieder einen Schuss auf das Dölauer Tor ab und dieser saß. Nach Flanke von Nils Breda, der den gesperrten Martin Gebauer vertrat, netzte Niclas Buschke ein. Buschke der schon vor Wochenfrist als Joker stach, schnürte nach 84 Minuten einen Doppelpack, als er per Heber zum 5:1 traf. Nur zwei Zeigerumdrehungen später machte Benedikt Nellessen ebenfalls mit seinem zweiten Tor an diesem Tag und 13. Saisontreffer insgesamt das halbe Dutzend voll.