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Stendal geht auch in Berlin unter

Lichtenberg 47 - 1. FC Lok Stendal 5:0 (2:0)

 

Lok fuhr mit gemischten Gefühlen nach Berlin. Neben den verletzten Spielern, musste Trainer Fest auch noch auf zwei weitere gesperrte Spieler (Mahrhold und Schaarschmidt) verzichten. Kein Mannschaftsteil bestand aus gestandenen Spielern, in allen Bereichen musste der Trainer improvisieren.

Auch auf der Ersatzbank suchte man vergebens nach weiteren Möglichkeiten, lediglich Instenberg und erstmals Max Salge hatten dort Platz genommen. Einen Ersatztorwart konnte man auch nicht finden. Wie man hörte, war Lukas Kycek nach Hause (?) gefahren.
Das Spiel begann, wie man es erwartet hatte. Angetrieben von ihrem Mannschaftskapitän, versuchten die Lichtenberger über die Außen die Stendaler Abwehr auszuhebeln. Gawe stand wieder im Zentrum und verteilte ganz geschickt die Bälle.
Vor allem über die rechte Angriffsseite wurde versucht, Breschen in die Stendaler Abwehr zu schlagen.
Dabei war Becke von unserem linken Außenverteidiger Balliet kaum zu halten, trotzdem hat der Junge seine Sache gut gemacht.
In der 23. Minute war es dann doch geschehen: Eine Flanke in den Fünfmeterraum findet den Kopf von Bechler und Lok war wieder auf der Verliererstraße. Die Stendaler Jungs gaben sich allerdings nicht auf, sie versuchten, dem großen Favoriten Paroli zu bieten.
Chancen hatten sie auch. So konnte Schmidt in der 31. Minute nur mit einem Foul gehalten werden und in der 40. Minute verhinderten die Lichtenberger ein Gegentor auf der Linie. Dann aber doch noch das zweite Tor vor der Halbzeit. Reiniger köpft den Ball wieder aus dem Fünfmeterraum ins Toreck. Wo war hier die Abwehr einschließlich Torwart? Das dritte Tor erzielten die Lichtenberger in der 60. Minute. Allerdings hätte es nicht gegeben werden dürfen, da der Schütze den Ball von der Stendaler Torlinie ins Tor befeuerte und damit klar nach einem Anspiel im Abseits war. Das hatte der Schiedsrichter nicht gesehen. Stendal wehrte sich mit Mann und Maus gegen eine noch höhere Niederlage, konnte aber das fünfte Tor in der 56. Minute wiederum durch Bechler und in der 66. durch Gabe nicht verhindern.
In drei Spielen 17 Tore zu fressen, ist bestimmt nicht einfach für die Psyche der Mannschaft. Jetzt kommt es darauf an, dass der Trainer und alle im Verein die Mannschaft wieder aufbauen. Im nächsten Spiel gegen das Team aus Wismar gilt es, trotz der vorhandenen Spielersituation den Kopf oben zu behalten und sich wieder zu finden.
Auch Trainer Fest konnte der Mannschaft nicht absprechen, dass sie nicht versucht habe, alles zu geben, aber mit nahezu zehn fehlenden Spielern kann man kein Spiel gewinnen. Dies würde nicht mal Bayern München gelingen.

von Wolfgang Klostermann