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Treffen der Fußball-Legenden

Teilweise haben sie sich mehr als drei Jahrzehnte nicht gesehen und trotzdem haben sie sich wiedererkannt: Am Freitagnachmittag trafen sich auf Initiative von Peter Güssau sowie dem 1. FC Lok Stendal ehemalige Fußballer der Hansestadt und hatten sich dazu noch Gäste aus Magdeburg sowie Leipzig eingeladen. Dies sorgte für zahlreiche Überraschungen. Empfangen wurden die Kicker im Rathaus von Oberbürgermeister Klaus Schmotz, bevor eine Stippvisite ins Stadion „Am Hölzchen“ sowie ein gemütlicher Abend folgten

Ehemaligen-Treffen in Stendal mit Gruppenfoto beim Oberbürgermeister. (Foto: Stefan Rühling)

Mit warmen Worten und einem kurzen Abriss über die Geschichte der Hansestadt begrüßte Schmotz die früheren Fußballer um Hans Zeppmeisel (Stendal), Wolfgang Seguin (1. FC Magdeburg) und Horst Slaby (BSG Chemie Leipzig) sowie Frank Kühne, Präsident der Sachsen, im kleinen Festsaal des Rathauses. Dabei vergaß er nicht, markante Bauwerke vorzustellen, die wirtschaftliche Bedeutung früher und heute zu vergleichen sowie einen Einblick in die Geschichte zu geben. Er bezog sich auch auf den Fußball, schließlich hörte er über ihn erstmals von der altmärkischen Stadt.

„Das erste Mal habe ich etwas von Stendal gehört, als der hiesige Klub in der DDR-Oberliga spielte“, sagte Schmotz. Damals wie heute wurde im Stadion „Am Hölzchen“ gekickt, welches das Stadt-Oberhaupt kürzlich erst selbst besuchte. „Im Pokal-Duell mit dem VfL Halle hat unsere Mannschaft ein gutes Spiel gemacht“, zeigte sich Schmotz erfreut und erläuterte die aktuelle Spitzenposition in der Verbandsliga. „Das ist das, was Stendal und Umgebung aktuell wirtschaftlich leisten können. Vielleicht geht es aber auch noch eine Klasse höher.“

Bei Kaffee und Gebäck kamen die Fußball-Legenden aus Leipzig und Magdeburg, die nichts von dem gemeinsamen Treffen wussten, erstmals ins Gespräch und packten die alten Geschichten aus. Besonders freuten sich Lok-Angreifer Gerd Backhaus und Leipzigs Abwehrspieler Manfred Walter über das Wiedersehen. „Zwölf Jahre haben wir mit unseren Teams gegeneinander gespielt und waren gleichzeitig gemeinsam in der Nationalmannschaft aktiv“, so die Sportkameraden früherer Zeiten. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto mit Oberbürgermeister Schmotz, der sich für den Besuch in Stendal bedankte, nutzte auch Peter Güssau die Chance, dem Stadt-Oberhaupt für die Gastfreundschaft zu danken.

Dann ging es weiter ans Hölzchen, um endlich Fußball-Luft zu schnuppern. Dort begrüßte Dr. Ralf Troeger, Vize-Präsident des 1. FC Lok Stendal, die Stars von damals. Er stellte kurz das 2005 neu errichtete Hölzchen vor und verwies auch auf das größte, derzeitige Bau-Projekt des Vereins: den Bau des Kunstrasen-Platzes, an dem fleißige Helfer gerade den zweiten Teil der Eigenleistungen erbrachten. Danach schwelgten alle in Erinnerungen. Die vielen und von allen Spielern begeistert betrachteten Mannschaftsfotos an den Wänden des Klub-Raums gaben immer wieder Denkanstöße an längst vergangene Zeiten, die in den Herzen aber noch so frisch sind.

Zum Abendessen lud Güssau die Fußballer schließlich zu sich nach Hause ein. Zusammen mit Ex-Box-Coach Ulli Wegner ließen die früheren Oberliga-Fußballer und Nationalspieler den Abend gemeinsam ausklingen. Alle waren sich sicher: ein Wiedersehen muss es nicht erst wieder in 30 Jahren geben. Und auch Dr. Ralf Troeger sowie Frank Kühne waren sich einig, dass die Zusammenarbeit von Traditionsmannschaften am Leben erhalten werden muss.

Schweren Herzens fuhren die Gäste nach einem erlebnisreichen Tag wieder nach Hause. Die Leipziger, unter ihnen auch Manfred Walter und Wolfgang Behla; die Magdeburger um Günter Fronzeck und Rolf Rettschlag; sie alle bedankten sich beim 1. FC Lok Stendal und Peter Güssau für einen tollen Nachmittag.