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Wende im Pokal?

Am morgigen Samstag bietet sich mit nur einem Spiel die Chance die negativen Erlebnisse der letzten Wochen vergessen zu machen und eine Art Trendwende herbeizuführen. Im Landespokal-Viertelfinale sind unsere Eisenbahner ab 13 Uhr bei Verbandsligist Haldensleber SC gefordert.

Vincent Kühn fällt mit einem Sehnenabriss in der Schulter für den Rest der Hinrunde aus. Wir wünschen gute Besserung und komm bald zurück!

Nach drei Liga-Niederlagen in Serie, es waren die ersten überhaupt, bei einem Aufsteiger von einer handfesten von Krise zu sprechen, wäre übertrieben. Grund zur Sorge gibt aber besonders die zurückliegende Partie bei der BSG Wismut Gera. Während zuvor gegen die Spitzenteams Inter Leipzig und VFC Plauen gut mitgespielt wurde, erlebte Lok beim Schlusslicht in Thüringen sein bisheriges Waterloo. Vincent Kühn verletzt ausgeschieden und glatt Rote Karten gegen Niclas Buschke (Notbremse) und Christos Iereidis (Unsportlichkeit) bereiten schon allein eine Menge Sorgenfalten, doch in Gera haben die Hölzchen-Kicker all jenes vergessen, was sie zuvor so ausgezeichnet und stark gemacht hat. Dementsprechend bedient war Trainer Sven Körner nach dem 0:3 bei der BSG. „In den ersten zehn Saisonspielen haben wir unsere Tugenden abgerufen. In Gera war davon praktisch nichts mehr zu sehen. Die Laufbereitschaft hat gefehlt, ins Zweikampfverhalten wurde zu wenig investiert, speziell auch bei Kopfballduellen. Ich sehe, dass dieser Trend auch im Training zu beobachten ist. Das macht mir große Sorgen“, erklärte Körner gegenüber der Volksstimme. Nun hofft der Coach wieder auf ein Erfolgerlebnis: "Haldensleben ist eine Mannschaft, die unglaublich schwer zu bespielen ist, defensiv absolut kompakt steht und mit einem wahnsinnig geradlinigen Umschaltspiel daher kommt. Wir haben dieses Jahr aber eine große Chance im Pokal weit zu kommen und wollen dies nutzen."

Die Haldensleber haben im Viertelfinale überraschend Stendals Liga-Konkurrent Barleben ausgeschaltet, sind in der Vorwoche aber bei Loks vorherigem Pokalgegner VfB Sangerhausen mit 1:5 untergegangen. Mit nur zwei Siegen, drei Remis und satten sechs Niederlagen hinkt man bei einem Torverhältnis von 9:27 im Waldstadion nach elf Partien den eigenen Erwartungen hinterher. Das letzte direkte Aufeinandertreffen ging im Mai diesen Jahres im Hölzchen übrigens mit 5:0 an Schwarz-Rot. Die Gesamtbilanz der letzten Jahre spricht allerdings klar für den HSC. In den vergangenen 18 Begegnungen in der Verbandsliga ging Loks Pokalgegener in acht Spielen als Sieger vom Grün, Stendal siegte viermal und es gab sechs Punkteteilungen.

 

Personell kriechen die Rolandstädter beinahe schon die gesamte Saison auf dem Zahnfleisch. Doch vorweg das Positive: Die beiden "Rotsünder" Buschke und Iereidis dürfen zumindest morgen im Pokal ran. Buschke wurde für seine Notbremse für ein Ligaspiel (gegen Eilenburg) gesperrt. Anders sieht es beim Zyprioten aus. Iereidis hat aufgrund seines Blackouts fünf Spiele aufgebrummt bekommen. Wieder an Bord ist Kapitän Philipp Groß, der zuletzt in Gera früh für den verletzten Kühn eingewechselt worden war. Apropos Kühn. Der Flügelflitzer hatte sich die Schulter ausgekugelt und fällt mit einem Sehnenabriss in der Schulter für den Rest der Hinrunde aus. Dies gilt ebenso für Marcel Werner, der im Aufbautraining einen Rückschlag erlitten hat. Mal ganz abgesehen von den Langzeitverletzten Moritz Instenberg (Kreuzbandriss) und Nils Breda (Knie) werden am Sonnabend auch die erkrankten Martin Krüger und Benjamin Bubke nicht zum Aufgebot gehören. Eine Bandüberdehnung im Sprunggelenk lässt auch den Einsatz von Johannes Mahrhold nicht zu. Juninho, der immer noch nicht zu 100% belastbar ist, macht die Verletztenliste komplett. „Ja, wir haben eine Menge verletzter Spieler, von denen einige in diesem Jahr nicht mehr spielen können, dies lasse ich aber nicht als Ausrede gelten. Unsere Mannschaft hat dennoch eine hohe Qualität und diese werden wir auch wieder zeigen. Wir werfen alles in die Waagschale und werden sehen, was hinten dabei heraus kommt“, gibt sich Körner trotz des Ausfalls von gleich acht Spielern kämpferisch.