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Wieder nichts mit einem Dreier!

Nach einem positiven Spielbeginn wird der Lok erneut die mangelhafte Chancenverwertung zum Verhängnis. Gegen die zweite Vertretung des FC Hansa Rostock stand es am Ende trotz zwischenzeitlicher Führung durch Franz Erdmann vom Elfmeterpunkt 3:1 für die Ostseestädter.

Bis auf eine Ausnahme, zu dieser kam es in der Saison 1997/98 in der Regionalliga, hat unsere Lokomotive in Rostock immer verloren. Diesmal sollte der Bock umgestoßen werden, die Spieler, die Offiziellen und die 30 mitgereisten Fans waren noch bei Spielbeginn auf dem holprigen, verwahrlost anmutenden Nebenplatz des Ostseestadions guter Hoffnung.
Lok begann mit der gleichen personellen und taktischen Grundformation wie im Spiel gegen Neustrelitz am vergangenen Wochenende. Die ersten acht Minuten gehörten den Gastgebern. Erst landete ein Kopfball am rechten Außenpfosten, dann verzog Haufe, der Ball ging links neben das Tor. Unsere Stendaler ließen sich das nicht gefallen und zeigten, was sie drauf haben. In der neunten Minute tauchte Buschke vor dem Tor auf und verzog aus aussichtsreicher Position. Nach einer guten viertel Stunde wird Martin Gödecke von Philipp Groß klasse angespielt, den flach geschossenen Ball kann der Rostocker Keeper aber halten.
In der 20 Minute tankt sich Buschke von links in den Strafraum durch und wird gefällt, ein klarer Strafstoß. Franz Erdmann nimmt die Verantwortung auf sich und verwandelt sicher ins linke Eck. Endlich eine Führung für Lok. Danach drückt Hansa, aber Stendal steht sicher - bis zur 45. Minute. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld, kommt das Spielgerät auf die halblinke Stürmerposition, Willms haut einfach drauf und der Ball schlägt aus 25 Metern halbhoch ins lange Eck ein. Giebichenstein hatte keine Chance, den Ausgleich zu verhindern. Zuvor kam es für Lok bzw. für Kevin Dagnet noch zu einer sehr schmerzhaften Situation. Nach einem Zusammenprall mit einem Rostocker Spieler musste er den Platz verlassen. Für ihn kam Johannes Mahrhold. Ein herzlicher Dank geht dabei an den Rostocker Teamarzt, der sich vor dem Transport ins Rostocker Krankenhaus um unseren Spieler kümmerte. Wir wünschen ihm schnelle Genesung!
Beide Trainer nahmen zur Halbzeit keine Wechsel vor. Rostock machte in der Folge Druck und Stendal gab die Punkte aus der Hand. In der 58. Minute kann Hey seinen Gegenspieler nur regelwidrig an der Strafraumgrenze, aber im Strafraum, am Torversuch hindern. Auch hier lag der Schiedsrichter richtig - Elfmeter für Rostock. Für den Schützen, der den Ball unhaltbar versenkte, war es bestimmt ein besonderes Ereignis. Denn Niklas Tille ist gebürtiger Stendaler und hat bei Lok mit dem Fußballspielen angefangen. Dann versuchte es wiederum Buschke, der einen schönen Pass auf Groß spielte, leider ohne Erfolg.
Die letzten 20 Minuten waren überwiegend von taktischen Spielerwechseln geprägt. Aber es kam auch noch zu zwei katastrophalen, für Lok spielentscheidenden Szenen. In der 88. Minuten wird Marcel Werner im Strafraum von den Beinen geholt, der Pfiff des Unparteiischen blieb allerdings aus.
Auf der anderen Seite fiel im Anschluss das dritte Tor aus stark abseitsverdächtiger Position gleich zweier Rostocker Spieler.
Nichts desto trotz, unsere Mannschaft verlor nicht wegen des Schiedsrichters, sondern aufgrund einer mangelhafter Chancenverwertung und doch teilweise noch fehlender Intensität beim Spiel gegen den Ball.

Wolfgang Klostermann