Abstieg in die Zweit- und Drittklassigkeit 1968-1990

Der endgültige Abstieg war eine logische Folge der Fußballsportpolitik in der DDR. Bereits in den 1950er wurden durch Sportklubs in den Großstädten und 1965/66 durch die Gründung von Fußballklubs Leistungszentren gegründet, die sportpolitisch besonders gefördert wurden. Betriebssportgemeinschaften wie Lok Stendal genossen lediglich die Unterstützung ihrer Trägerbetriebe und hatten ihre Talente an die Klubs zu delegieren.
So gingen junge veranlagte Spieler aus Stendal oder dessen Einzugsgebiet wie Klaus Decker (später 278 Oberligaspiele, 3 Länderspiele), Rolf Döbbelin (131 OL), Norbert Pysall (22 OL), Dirk Ullrich (10 OL), Frank Windelband (129 OL) zum 1. FC Magdeburg. Weitere Spieler wie Siegfried Nathow (Erfurt, 87 OL), Joachim Sigusch (Union Berlin, 160 OL) und Erhard Kochale (Dynamo Berlin, 39 OL) sahen in Stendal keine Zukunft mehr. Unter diesen Umständen war es in der strukturschwachen Region der Altmark nicht mehr möglich, eine neue leistungsstarke Mannschaft zu entwickeln. Lok Stendal verblieb ohne Aussicht auf den Aufstieg in der zweitklassigen DDR-Liga, zwischen 1978 und 1990 lagen sogar fünf Jahre in der drittklassigen Bezirksliga Magdeburg.